Energiewende in Harsum – Antwort von Burkhard Kallmeyer

 

 Hönnersum, den 10.5.2022

 

Ich freue mich immer, wenn auf meine Artikel oder die der SPD eine Reaktion erfolgt. Sei es persönlich, telefonisch oder als Leserbrief in der HALOKAZ. Zu ihrem Leserbrief, lieber Herr Blechschmidt in der letzten HALOKAZ:

 

  1. Der Ortsrat Hönnersum hatte und hat keine grundsätzlichen Einwände gegen den Bau von Windrädern. Im Gegenteil: wir brauchen noch viel mehr davon, wenn die Energiewende gelingen soll.
  2. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass der Abstand zur Wohnbebauung 1.000 Meter beträgt. Dieser Abstand ist in vielen Landkreisen üblich, in Bayern sogar noch weitaus mehr.
  3. Wir haben durch unsere Stellungnahmen den Entscheidungsprozess nicht verzögert, da dieser im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Fristen erfolgte. Im Übrigen wurde über unsere Einwände hinweggegangen. Ein Abstand von 1.000 Metern hätte u.a. dazu geführt, dass einer der interessierten Landwirte dann nicht mehr zum Zuge gekommen wäre.
  4. Verzögerungen gab es allerdings durch die Einwände der Denkmalschutzbehörden auf Landesebene und durch die UNESCO. Sie befürchteten, dass der Blick auf die Andreaskirche in Hildesheim verstellt würde.
  5. Dies führte zu einer Veränderung der Planung, was die Anzahl und die Standorte der Windräder betraf. Die jetzt vier Windräder sind von anderer Bauart und produzieren die gleiche Menge Strom wie die ursprünglich sechs vorgesehenen Windräder.
  6. Im Übrigen glaube ich sagen zu können, dass die Mehrheit der Einwohnerinnen und Einwohner von Hönnersum inzwischen ihren Frieden mit den Anlagen gemacht hat. Das mag daran liegen, dass der Abstand über 900 statt 700 Meter liegt und die Belästigung durch Schattenwurf und Lärm erträglich ist.
  7. Der Überfall Russlands auf die Ukraine und nicht nur der Klimawandel zeigen uns, dass die Energiewende dringender denn je ist. Bei Wind- und Sonnenenergie sind wir hier in unserer Gemeinde noch längst nicht da, wo wir sein müssten. Die Mehrheit für die nötigen Beschlüssen hat die SPD leider nicht im Rat – bemüht sich aber darum.

Ich selbst war übrigens bei der Einweihung der Windräder dabei und beziehe meinen privaten Strom von der Firma, die auch den Strom der vier Windräder abnimmt.

Burkhard Kallmeyer,

Ortsbürgermeister Hönnersum