Liebe Freunde!

Anfang der Woche reichte bei einem Zahnarztbesuch gründliches Händewaschen, um behandelt zu werden. Einen Tag später bei einem Fußpflegetermin hingegen reichte nicht mal wie bisher gründliches Waschen der Füße sondern da musste ein amtlich beglaubigtes negatives Testergebnis vorgelegt wegen. Vorsichtshalber habe ich mich vor dem Gang zur Apotheke zuhause schon vorgetestet, um keine unliebsame Überraschung zu erleben. Am Ende wird man sonst von der Apotheke gleich abgeführt!

Erfreulicherweise sinken die Infektionszahlen seit vier Wochen langsam aber stetig. Diszipliniertes Verhalten, die Bundesnotbremse (was für ein Wort!), mehr Impfungen und das wärmere Wetter zahlen sich aus. Ein Blick auf die Staaten, die mit den Impfquoten vorne liegen zeigt, dass bei einer Erstimpfquote von 50 %  die Zahlen entscheidend runter gehen. Und 50 Prozent müssten wir spätestens Mitte Juni erreichen – vorausgesetzt es wird genug geliefert. In den nächsten zwei Wochen werden die zugesagten Lieferungen wahrscheinlich hauptsächlich für die notwendigen Zweitimpfungen benötigt werden. Grund zur Entspannung ist das aber noch lange nicht, denn im Schnitt stecken sich immer noch über 10.000 Menschen täglich an, die Todeszahlen liegen noch immer im dreistelligen Bereich und auf den Intensivstationen liegen noch knapp 5.000 Menschen. Und auch die indische Variante muss im Auge behalten werden und kann allen Lockerungen im Wege stehen.

Es ist also noch lange nicht der Zeitpunkt gekommen, ein Fazit zu ziehen.

Auf bundespolitischer Ebene ist das aber eher möglich, denn so langsam dringt durch, dass die Ära Merkel im September sich dem Ende zuneigt.  Okay, offiziell am 21. September aber es kann sich auch noch weit bis ins nächste Jahr hinziehen. Koalitionsverhandlungen können lange dauern, wie man 2017 gesehen hat, wo meine Partei, die SPD, am Ende zähneknirschend eingesprungen ist, weil CDU, Grüne und FDP sich nicht einigen konnten. Erst das Land, dann die Partei – eigentlich das Motto der SPD seit ihrer Gründung vor 160 Jahren. Es hat dem Land – jedenfalls meistens – gut getan.

 Fazit der 16 Merkel-Jahre? Eigentlich eine Abfolge von Krisen und deren Bewältigung. Finanzkrise, Eurokrise, Flüchtlingswelle, Brexit und jetzt die Pandemie. Daneben der Atomausstieg, Ukrainekonflikt und der furchtbare Syrienkrieg. Ich fand es immer bewundernswert, mit welcher Ruhe und Gelassenheit Frau Merkel regierte und sich im entscheidenden Moment – und wieder: jedenfalls meistens – die richtigen Beschlüsse fasste. Gefallen hat mir auch ihre bescheidene Art. Während die anderen EU-Häuptlinge in Brüssel ihr Festmahl einnahmen, spazierte sie einmal zum Marktplatz von Brüssel und bestellte sich Fritten (siehe Foto). Was mir aber jetzt, schon fast im Rückblick, auffällt: Beschlüsse wurden nie konsequent umgesetzt.

Beispiel Atomausstieg (eigentlich war das nur eine Rückkehr zu den Entscheidungen der Schröder-Regierung): Der Ausbau der erneuerbaren Energieformen geht nur schleppend voran, Stromtrassen fehlen, von Stromspeichern ganz zu schweigen.

Beispiel Eurokrise: Inzwischen wächst eine ganze Generation heran, die gar nicht mehr weiß, was Zinsen sind. Und das wird auch so bleiben, denn sonst könnten die meisten hoch verschuldeten Staaten Europas ihre Schuldzinsen nicht mehr bedienen.

Beispiel Flüchtlinge: Ich persönlich fand es großartig, wie beherzt 2015 gehandelt wurde. Ich bin sicher, dass später einmal in den Geschichtsbüchern stehen wird, dass Deutschland mit Taten etwas von der Schuld zurückgezahlt hat, die Deutschland vor 1945 zu verantworten hat. Betrüblich allerdings, dass der Rest Europas nicht mitgezogen hat und die Situation in den Lagern Griechenlands und sonst wo ist seit Jahren mehr als beschämend.

Innenpolitisch ließ Frau Merkel eigentlich die SPD schalten und walten. Mindestlohn, Familiengesetze, Kindergartengesetz, Mütterente, Grundrente sind Themen, die die SPD durchgesetzt hat. Und die Verbesserung des Klimaschutzgesetzes diese Woche konnte nur deswegen so schnell gelingen, weil es eigentlich schon lange fertig in der Schublade von Svenja Schulze lag. 

Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Wahl ausgehen wird. Bis zum September kann sich noch vieles ändern.  Eine Konstante, so fürchte ich, wird aber bleiben: Die nächste Krise kommt bestimmt – und dann müssen all die schönen Programme der Parteien (wobei die CDU noch gar keins hat!) schnell der Realität angepasst werden.

 Vielen Dank Tobias Niemann vom Heimatverein, der mit seinem "Team" heute die Blumenkübel in der Löwenberger Straße bepflanzt hat, da die bisherige "Gärtnerin" dieses Jahr verhindert ist.

Vierzehn Tage vor den Bundestagswahlen sind ja auch Kommunalwahlen in Niedersachsen. Kein schöner Zeitpunkt aber was will man machen? In Hönnersum, wie auch in den anderen Dörfern unserer Gemeinde, wird es für die Ortsräte keine CDU- und SPD-Listen mehr geben sondern eine Wählervereinigung „Gemeinsam für Hönnersum“. Iris Grondke, Detlef Klante und ich beabsichtigen, zu kandidieren und es konnten erfreulicherweise auch schon weitere Bewerber*innen gefunden werden. Mehr dazu nach dem 1. Juni. Dann kommt es im Mehrzweckgebäude um 19 Uhr zur Gründungsversammlung und zur Listenaufstellung.

Schluss für heute, denn nächste Woche wollen wir nach langer Zeit wieder einmal nach Rinteln fahren, um unsere Gräber dort aufzusuchen. Und daher wird in den kommenden Tagen viel Zeit benötigt, um sich in die Corona-Regeln des dortigen Landkreises einzuarbeiten!

Es grüßt herzlich und wünscht schon jetzt ein frohes Pfingstfest,

Euer Burkhard Kallmeyer

Heute die Fotoserie "Berggarten Hannover" mit vielen Bonusfotos von Dorfausflügen. Der Berggarten ist im Mai ein besonders lohnendes Ziel. Und noch ein Hinweis: Toiletten sind vorhanden, Masken müssen nur an der Kasse getragen werden und schräg gegenüber im Georgengarten gibt es Getränke "to go"!

 Liebe Freunde!

Kaum ist die bundesweite „Notbremse“ in Kraft getreten, dürfen wir sie in unserem Landkreis Hildesheim auch schon kennen lernen:

­          Ausgangsverbot von 22 – 5 Uhr morgens (bis Mitternacht darf man aber noch alleine mit dem  Hund raus oder die Mülltonne aufsuchen).

­          In die Wohnung darf man nur noch eine Person lassen (plus Kinder unter 14)

­          Kitas gehen wieder zurück auf Notbetreuung

­          Grundschulen bleiben im Wechselunterricht

­          Schulen ab 5. Klasse müssen sich mit Distanzlernen begnügen (außer Abschlussklassen)

­          Im Einzelhandel und Baumärkten, beim Friseur oder bei der Fußpflege (außer Supermärkten etc) muss ein negativer Schnelltest vorgelegt werden aus einem Testzentrum.

Tja, alles hängt von den Inzidenzwerten ab – ein Wort, das mir vor gut einem Jahr überhaupt nichts sagte und fast so schwierig zu erklären ist wie die Abseitsregel im Fußball. Es handelt sich um die Zahl der Neuerkrankten pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Unser aktueller Wert in Deutschland liegt bei ca. 150 mit sinkender Tendenz. Das bedeutet, dass pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche 150 Personen neu erkranken. Das sind zwar nur 0,15 % macht aber bei ca. 83 Millionen Einwohnern 124.500 Neuerkrankungen pro Woche aus.

Entscheidend bei der Entwicklung ist der sogenannte R-Fakor, also die Höhe der Ansteckungsrate. Liegt sie bei 1, bleiben die wöchentlichen Zahlen konstant. Liegt sie bei 1,1 stecken 10 Erkrankte weitere 11 Personen an. Klinkt nicht sonderlich beunruhigend, bedeutet aber, dass sich die Fallzahlen innerhalb von vier Wochen verdoppeln. Umgekehrt würden sich bei einem R-Faktor von 0,9 die Zahlen im gleichen Zeitraum halbieren. Bei 0,7 schon innerhalb einer Woche! Akteull liegt der Wert bei 0,94 in Deutschland.

Die aktuellen Maßnahmen von Bund und Ländern reichen bisher gerade mal so hin, dass die Zahlen wenigstens leicht sinken – trotz immer schneller steigenden Impfzahlen. Inzwischen sind in meinem Freundes- und Verwandtenkreis mehr Geimpfte als Ungeimpfte. Meine optimistische Prognose vor ein paar Wochen, dass bis zum Sommer die meisten zumindest die Erstimpfung erhalten könnten, kann sich durchaus bewahrheiten. Und wer mal im Impfzentrum war, kann bestätigen, dass dort alles sehr professionell und kompetent abläuft. Der entscheidende Schub wird aber von den Hausärzten kommen. Unsere Hausärzte vor Ort impfen inzwischen auch außerhalb ihrer Sprechstunden was das Zeug hält. Vielen Dank!

Solange der Impfstoff aber knapp ist, sollte aber die Impfpriorisierung beibehalten werden, meint Vizekanzler Olaf Scholz. Als Grund nannte der SPD-Politiker, dass bereits die Lockdown-Maßnahmen die unteren Einkommensklassen "deutlich härter getroffen" hätten als die Besserverdiener. "Wer mit Kindern in einer engen Wohnung lebt, für den sind die Einschnitte schmerzhafter als für Privilegierte in Villenvororten", sagte Scholz.

Eine Aufhebung der Impfpriorisierung könne zur Folge haben, dass wohlhabende Menschen mit guten Netzwerken und Verbindungen zu Ärzten eher einen Termin für eine Impfung erhalten. Einzig und allein die Priorität sei entscheidend, so Scholz. "Niemand hat etwas davon, wenn die noblen Vororte durchgeimpft sind, aber die Pandemie in den sozialen Brennpunkten weiter grassiert."  Auch Bundessozialminister Hubertus Heil warnte vor einer sozialen Spaltung. Er unterstützt daher den Vorschlag von "Impfmobilen" in sogenannten sozialen Brennpunkten: Es sei "eine ausgezeichnete Idee", mobile Teams in solchen Regionen einzusetzen, beispielsweise Busse.

Vor allem denke ich, muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Ich schätze ca. 60 bis vielleicht 70 % der Bevölkerung würde sich gerne lieber heute als morgen impfen lassen, während 30 bis 40 Prozent eher zögerlich bis ablehnend sind. 80 Prozent sollten es aber schon sein, wenn man die sogenannte Herdenimmunität erreichen will.

Viel ist in den letzten Monaten vom „Staatsversagen“ die Rede gewesen. Wer selbst Gelegenheit hatte, ein Impfzentrum zu durchlaufen weiß, dass das so nicht stimmt. Gemeinden, Kreis, Land und Bund arbeiten hier zusammen, das Rote Kreuz, ASB und andere sowie die Bundeswehr sind eingebunden. Dazu jede Menge Ärzte für die Gespräche. Auch die Lieferketten zu den Hausarztpraxen funktionieren inzwischen reibungslos. Hier vor Ort konnten wir jetzt schon mehrfach mobile Impfzentren anbieten. Das ist viel Arbeit für die Verwaltung und auch die gewählten Ortsbürgermeister. Wir machen das alle gerne! Und es kommt hinzu: Die wichtigsten Impfstoffe sind hier in Deutschland entwickelt worden bzw. stehen kurz vor der Zulassung und werden hier auch produziert. Darauf sollten wir auch ein wenig stolz sein.

 Am 17. Juni findet die nächste Ortsratssitzung statt. Auf der Tagesordnung: Photovoltaik auf dem Mehrzeckgebäude, mehr blühende Büsche auf Spielplätzen und auf der Labyrinthwiese (Insekteninseln) und Standortfestlegung für einen öffentlichen Bücherschrank, dessen Anschaffung von der Volksbank finanziell unterstützt wird.

Dieses Jahr fällt zum zweiten Mal in über 30 Jahren das Maibaumfest aus. Das Vereinsleben ruht seit über einem Jahr. Ich bin aber überzeugt, dass nach der Pandemie unser Dorfleben wieder aufblüht. Vielleicht werden wir es sogar noch stärker zu schätzen wissen.

Ich wünsche allen einen schönen ersten Mai bzw. einen Mai, der etwas wärmer wird als der April 2021, der zu den zwei kältesten gehört seit 1929!

Es grüßt herzlich,

Burkhard Kallmeyer

PS: Heute beginne ich mit einer Fotoserie mit dem Titel „Kleine Fluchten“. Wenn wir schon nicht in Urlaub fahren können, dann sollten wir uns kleine Auszeiten gönnen. Folge 1: Wanderung durch das Ilsetal verbunden mit Fotos eines Ausflugs dorthin unserer Vereine TTG, MGV und Heimatverein Hönnersum aus dem Jahr 2004.


 Liebe Freunde!

Überall diese Anglizismen: Lockdown, Lockdown-Light, selbst Vogelbeobachtung heißt jetzt Birding und ist damit auf einmal Trend-Hobby. Aber wer selber in Glashaus sitzt und seinen Nachrichtendienst aus Hönnersum „Newsletter“ nennt … Darum ab heute „Der Hönnersumer Landbote“. Auf den Begriff bin ich gekommen durch den Hessischen Landboten, in dem Georg Büchner 1834 die Missstände der damaligen Zeit anprangert. Passt ja irgendwie.

Diese Woche saß ein Hildesheimer vor der Staatskanzlei in Hannover und protestierte mit einem Plakat gegen die seiner Meinung nach zu lasche Pandemie-Bekämpfung der Landesregierung. Souverän wäre es gewesen, wenn Stephan Weil (für die Nichtniedersachsen unter den Leser*innen: Das ist unser Ministerpräsident) vor die Tür getreten wäre und mit dem Mann geredet hätte. Stattdessen verlässt er über den Hintereingang das Haus, um sich die gut 1.000 Meter in den Landtag fahren zu lassen. Auf mein Schreiben an ihn, dass ich Anfang März geschrieben habe, kam übrigens auch nie eine Antwort. Unsere lokalen Politiker, also Bernd Westphal (MdB), Markus Brinkmnn (MdL) und Marcel Litfin (Bürgermeister) stehen hingegen in engem Kontakt mit uns, geben Ratsschläge oder sorgen dafür, dass bei uns vor Ort Impfstoff ankommt. Vielen Dank!

Tja, die liebe Politik. Steht insgesamt im Moment nicht gut da. Über die endlosen Diskussionen nach den richtigen Wegen aus der Pandemie rollt die Corona-Welle hinweg. Irgendeine Hoffnung, dass es nach der Bundestagswahl – mit wem auch immer – besser wird? Dann stehen wahrscheinlich erst mal langwierige Koalitionsverhandlungen bevor und wenn wir Pech haben geht die Politik sechs Monate in den Lockdown! Ein Wahlergebnis voraussagen? Kaum möglich zu diesem Zeitpunkt – außer vielleicht: ohne die Grünen wird keine Koalition möglich sein. Bei denen zischen sie inzwischen warscheinlich zur Feier des Tages schon einen Gurken-Smoothie weg, denn die besten Wahlhelfer auf dem Weg ins Kanzleramt für Robert Habeck oder Annalena Baerbock tragen derzeit ein Parteibuch mit einem C oder genauer: C + S. Ich finde es jedenfalls erschreckend, wie Söder geradezu generalstabsmäßig die CDU zerlegt und wie eine Dampfwalze über einen charakterlich integren Mann wie Armin Laschet hinweg rollt. Assistiert von Mister Modellregion aus dem Saarland und einem gewissen Haseloff, seines Zeichens Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt und CDU-Präsidiumsmitglied, der Vertrauen und Charaktereigenschaft für zweitrangig erklärt und Umfragen über diese Werte stellt. Eine Bankrotterklärung. Aber wie sagte schon Herbert Wehner: "Was brauche ich Feinde, wenn ich Parteifreunde habe!"

Bundesinfektionsgesetz: Sollte eigentlich in einem verkürzten Verfahren schon diese Woche verbschiedet werden. Hätte aber nur geklappt, wenn große Teile der Opposition dem Gesetz zustimmen würden, denn für das verkürzte Verfahren braucht man eine Zweidrittelmehrheit. Die Grünen wären dafür aber FDP, Linke und natürlich die AfD machen aus unterschiedlichen Gründen nicht mit und so bleibt es beim normalen Verfahren, das aufgrund vorgeschriebener Fristen länger bis zur Verabschiedung bracht.  Ich vermute, das Gesetz hätte ohnehin nur eine starke Wirkung entfalten können, wenn man es eingeführt hätte, nachdem es von der Wissenschaft im Februar eingefordert wurde. Aber man hat ja sowieso den Eindruck, dass die Politik erst dann den Vorberechnungen glaubt, wenn sie eingetroffen sind.

Manuela Schwesig aus Meck-Pomm prescht jetzt zusammen mit ihrer Regierung, dem Parlament und der Opposition vor und kombiniert ab Montag Impfen und Tests mit Ausgangs- und verschärften Kontaktbeschränkungen sowie Schulschließungen. Englische Studien haben ergeben, dass dies die wirkungsvollste Maßnahmenkombination ist, um die Zeit bis zur Herdenimmunität zu überbrücken. Kein Wunder, ist ja auch eine taffe Frau, würde jetzt unsere grüne Freundin Marianne V. aus G. sagen.

Mein Parteifreund Karl Lauterbach – neben Angela Merkel einer der wenigen wissenschaftsorientierten Politiker hat übrigens eine weitere wichtige Studie aus Großbritannien der deutschen Öffentlichkeit bekannt gemacht. Demnach sollen Asthmasprays (Budenosid) zu einem großen Teil schwere Infektionsverläufe verhindern, wenn man es spätestens drei Tage nach der Infektion zweimal am Tag anwendet. Fragt bei Bedarf die Hausärztin oder den Hausarzt, ob das sinnvoll ist.

Was sonst noch zu diesem Thema gesagt werden könnte, hat Martin Ganslmeier auf Tagesschau-Online gestern treffend kommentiert. Wer es nachlesen möchte: Unter dem Landboten zu finden.

In Hönnersum wollen wir neben der vorhandenen Bücher-Telefonzelle im Dorfgemeinschaftshaus einen öffentlichen Bücherschrank in der Dorfmitte aufstellen. Ich erwarte in den nächsten Tagen ein Angebot der Hildesheimer Jugendwerkstatt Labora. Die Volksbank hat uns einen Zuschuss zugesagt. Der Spielplatz in der Dorfmitte soll auf Wunsch von Eltern eine Spielkiste für Sandspielzeug erhalten. Der Bauhof füllt übrigens nächste Woche alle Sandkästen in der Gemeinde auf. Unser Ziel für die die nächste Wahlperiode: örtliche Maßnahmen realisieren im Kampf gegen Klimawandel und Artensterben. Gemeinsam für Hönnersum soll die Wählerliste heißen, die für alle Hönnersumerinnen und Hönnersumer offen steht, die sich im September wählen lassen möchten. Nähere Infos erfolgen in Kürze.  Alle Ortsbürgermeister unser Gemeinde (bis auf Borsum) haben sich bereits getroffen, um für ihre jeweiligen Dörfer die Organisation der gemeinsamen Wählerlisten zu regeln. Initiatoren dieser Aktion sind CDU und SPD. Selbstverständlich steht es allen anderen Parteien und Wählergemeinschaften offen, weitere Listen aufzustellen.

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

Euer Burkhard Kallmeyer

PS: Auf WhatsApp schwirren ja mehr oder weniger lustige Videos und Fotos zur Pandemie herum. Hier mein persönlicher Bilderrückblick "... trotz Corona"


Für Sie gelesen:

Notbremse mit voller Kraft ziehen!

TS-Online 16.04.2021 16:30 Uhr

Es ist richtig, dass einige Länder schon jetzt Konsequenzen ziehen und nicht auf die "Bundesnotbremse" warten. Deutschland braucht jetzt entschlossenes Handeln und kein Zögern und Zaudern.

Ein Kommentar von Martin Ganslmeier, ARD-Hauptstadtstudio

Es ist gut, dass endlich der Bundestag über die Corona-Notbremse debattiert hat. Ein offener Austausch im Parlament ist besser als die Kungelrunden hinter verschlossenen Türen zwischen Kanzlerin und Ministerpräsidenten. Und es ist gut, dass künftig bei hohen Inzidenzen bundeseinheitlich gehandelt werden soll.

Dennoch ist es bedrückend, wie lang die Verabschiedung des Gesetzes dauert und wie viel Zeit wir im Kampf gegen die dritte Welle schon verloren haben. Zuletzt gab es täglich mehr als 25.000 Neuinfektionen. Jeden Tag starben zwischen 200 und 300 Bundesbürger, viele von ihnen im besten Alter zwischen 40 und 60 Jahren. Die Hilferufe der Intensivmediziner werden immer verzweifelter. Zurecht hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundestag gemahnt: "Wer sind wir denn, wenn wir diese Notrufe überhören würden?" Und zurecht hat sie entschlossenes Handeln gefordert: Das Virus verzeihe keine Halbherzigkeiten.

Ein Zug, der auf den Abgrund zurast

Deutschlands Kampf gegen die dritte Welle der Pandemie leidet eben nicht unter zu viel "obrigkeitsstaatlichem Denken", wie die AfD kritisiert. Oder unter einer zu großen Einschränkung von Grundrechten, wie die Liberalen bemängeln. Dieser Kampf leidet viel mehr unter Zögern und Zaudern, immer neuen rechtlichen Bedenken und fehlender Entschlusskraft.

Es ist, als rase ein Zug auf den Abgrund zu. Aber statt die Notbremse zu ziehen, streiten sich Lokführer und Passagiere, wie man die Notbremse am besten zieht. Was Deutschland jetzt braucht, sind ähnlich entschlossene Maßnahmen wie beim ersten Lockdown vor einem Jahr.

Jeder Tag zählt

Ist es wirklich zu viel verlangt, dass wir das Land noch einmal für drei oder vier Wochen deutlich herunterfahren, um die verflixte dritte Welle zu brechen? Geschäfte schließen, die Schulen auf Distanzunterricht umstellen und nach 21 Uhr zu Hause bleiben? Warum sollte uns nicht gelingen, was Portugal, Irland und andere Länder geschafft haben?

Deshalb ist es gut und richtig, dass Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern die Notbremse jetzt schon ziehen und nicht abwarten, bis das Bundesgesetz hoffentlich Ende nächster Woche verabschiedet wird. Andere Bundesländer sollten sich anschließen! Jeder Tag zählt.

Wenn wir einmal noch vorübergehende Einschränkungen mit Disziplin ertragen, um die Inzidenzen deutlich zu senken, dann helfen uns bald das wärmere Wetter, die zunehmenden Impfungen und konsequentes Testen.