Liebe Freunde,

Selten war die aus dem Evangelium des Apostels Markus sowie des Apostels Matthäus entnommene Redewendung „Lass diesen Kelch an mir vorübergehen“ aktueller als an diesem Karfreitag. Sie geht zurück auf eine Aussage von Jesus Christus am Karfreitag, dem Abend vor seiner Kreuzigung. Jesus ahnt bereits, dass er verhaftet, gefoltert und wohl sterben wird. Daher betet er zu Gott mit den Worten: „Herr, lass diesen Kelch an mir vorübergehen!“

Der unbarmherzige Überfall Russlands auf die Ukraine, die Corona-Pandemie, die steigende Inflation, der Klimawandel: Wir alle spüren, das ist ein immer bedrohlicher werdender Cocktail, der unser aller Leben verändern wird.

Noch nie ist eine deutsche Regierung (mit Ausnahme vielleicht der ersten Regierung nach 1949) unter solch schwierigen Bedingungen gestartet wir die Ampel-Koalition. Noch nie hat eine Koalition in Deutschland ihre wohlgemeinten Absichten so schnell über den Haufen werfen muss wie diese Regierung.

Eine Außenministerin, deren Partei aus der Friedens- und Umweltbewegung entstanden ist, fordert nun mehr schwere Waffenlieferungen an die Ukraine. Ein Wirtschaftsminister der den ökologischen Umbau der Wirtschaft anstrebt, muss um Gas und Öl bei Regierungen betteln, deren demokratische Legitimation besser nicht hinterfragt wird. Ein Finanzminister, der nie wieder Schulden machen wollte, häuft notgedrungen die größten Schuldenberge an, wenn auch versteckt in Nebenhaushalten und „Sondervermögen“. Es würde mich nicht wundern, wenn die Umweltministerin bei der Wirtschaft anfragt, ob man die Atomkraftwerke nicht wieder ans Netz bringen kann. Das Zögern des Bundeskanzlers, dem Ruf nach Lieferung von „schweren Waffen“ zu folgen, kann ich gut verstehen. Denn jeder neuer Nachschub lässt die Gefahr wachsen, selbst zur Kriegspartei zu werden. Beneiden tue ich Olaf Scholz und seine Regierung jedenfalls nicht. Sie steht vor gewaltigen Aufgaben und wir alle können nur hoffen, dass sie Erfolg hat.

Meine Gedanken sind aber an diesen Ostertagen bei den Menschen in der Ukraine, die alle nicht in einem Land leben möchten, in dem das Hochhalten einer selbst gemalten Friedenstaube zu Verhaftung führt.

Ich wünsche trotz meiner nachdenklichen Bemerkungen an diesem Karfreitag ein gesegnetes Osterfest. Als kleines Ostergeschenk präsentiere ich heute die neue Fotoserie „Meine schönsten Blumenbilder ganz nah“. Gerne könnt ihr auch mal auf die neuen Seiten „Kallis Ecke“ und „Ausflugstipps nicht nur für Kinder“ auf unserer Homepage schauen.

Ihr/Euer Burkhard Kallmeyer

Und was ist in Hönnersum los?

Am Ostersamstag erwartet uns nach langer Zeit wieder ein Osterfeuer. Der Heimatverein plant in kleinem Rahmen die Maibaumaufstellung am 1. Mai während das Grillen der Feuerwehr am 30. April leider noch nicht stattfinden kann.


Liebe Freunde!

Der Krieg in der Ukraine ist in der vierten Woche und ein Ende ist bisher nicht absehbar. Es wird immer deutlicher, dass der Krieg nicht nach Putins Plan verläuft. Wahrscheinlich sollte der Überfall in wenigen Tagen erledigt sein und der Westen hätte dann vor vollendeten Tatsachen gestanden. So lief es in der Krim aber nicht in der Ukraine als Ganzes. Die russischen Soldaten schlafen in ihren Panzern und anderen Fahrzeugen. Nachschub kommt nur schleppend, Lebensmittel fehlen und die Kommunikation ist veraltet. Alles keine guten Voraussetzungen, um die Moral der Truppe hoch zu halten. Und die Ukrainer halten verbissen und entschlossen dagegen. Warum? Sie wissen aus jahrzehntelanger Erfahrung, was es heißt, unter russischer Herrschaft zu leben.

 

Zwei Einzelschicksale haben mich in der vergangenen Woche berührt. Beide haben mit unserer unseligen deutschen Vergangenheit zu tun. Während der Besatzungszeit durch Deutschland wurde eine Jüdin von einer christlichen Familie versteckt. Sie überlebte und ging nach 1945 nach Israel. Der Kontakt blieb über die Jahrzehnte aber erhalten – auch über den Tod der Frauen hinaus. Und heute fanden die Enkel Unterschlupf bei der Familie in Israel.

 Das zweite Schicksal: Eine ältere Dame kam als Baby in das Vernichtungslager Auschwitz. Die Eltern kamen wahrscheinlich im Gas um und das Baby wurde für medizinische Experimente durch den Lagerarzt Mengele missbraucht.  Nach der Befreiung durch die Russen, wurde das Kleinkind von einer ukrainischen Familie adoptiert, sie studierte später und wurde Ärztin. Der deutsch-italienische Fotograf Luigi Toscano fotografierte die inzwischen alte Dame für sein Projekt „Gegen das Vergessen“. Ich habe die Ausstellung 2018 in Berlin gesehen. Toscano steht mit ihr im täglichen Kontakt und wollte sie unbedingt nach Deutschland holen. Sie aber bleibt in Kiew: „Habe ich Hitler überlebt, werde ich auch Putin überleben!“

Die Welt hätte allen Grund, sich gemeinsam energisch dem Klimawandel entgegen zu stemmen. Stattdessen führt Russland Krieg in der Ukraine  und absorbiert alle Kräfte der übrigen Länder, um die Gefahren, die sich daraus ergeben, einzudämmen. Kommt es euch vor wie der Streit um das kalte Buffett während die Titanic sinkt?!

Corona: „Die Infektion geht durch die Decke. Täglich 200 - 300 Tote und wir lockern!“, schrieb mir neulich unser MdB Bernd Westphal. Karl Lauterbach spricht von einem schwierigen Kompromiss. Dabei weiß er am besten, dass sich (übrigens wie beim Klimawandel) das Virus auf keine Kompromisse einlässt. Trotzdem setzt sich die FDP mit dem neuen Infektionsgesetz (das Wort Schutz habe ich bewusst weggelassen!) durch. Mögen sämtliche Länder und auch die meisten Wissenschaftler und Ärzte protestieren. Wenigsten die Maskenpflicht hätte man beibehalten können. Und wer warnt vor einem schwierigen Herbst? Natürlich Karl Lauterbach! Tja, Karl, ich bin gespannt, wie du aus dieser Nummer wieder herauskommst.

Zu Hönnersum:

Ortsrat und Feuerwehr sind sich einig: Nach zwei Jahren Pause soll es dieses Jahr wieder ein Osterfeuer geben. Die Feuerwehr hat bereits ein umfangreiches Sicherheitskonzept erarbeitet, wie mir Ortsbrandmeister Martin Helmsen mitteilte. Am Ostersamstag kann demnach auch endlich wieder Grünschnitt angefahren werden (gegen die übliche Spende). Ortsratsmitglieder nehmen den Grünschnitt zwischen 9 und 12 Uhr entgegen. Wer in der Karwoche schon frührer etwas hinfahren möchte, sollte die vorher bei mir anmelden. Die heutige Fotoserie zeigt Bilder von den Osterfeuern früherer Jahre. Heute als Fotostory: Impressionen am Osterfeuer.

Bereits am kommenden Samstag, den 26. März findet auf Anregung von Ortsrat und Heimatverein ein „Frühjahrsputz“ im Dorf und in der Feldmark statt. Treffpunkt: Um 10 Uhr vor dem Mehrzweckgebäude. Anschließend wird gegrillt. Bitte Arbeitshandschuhe mitbringen. Zangen und andere Geräte werden gestellt.

Mit besten Grüßen,

Ihr/Euer Burkhard Kallmeyer

PS: Vielleicht ist es ja schon aufgefallen: Seit Kriegsbegrinn veröffentliche ich täglich eine Fotomontage mit einem Gedanken zum Tag. Zu finden auf der Startseit oder gleich I hier.


 Liebe Freunde!

Entsetzen, Wut, Fassungslosigkeit aber auch Furcht angesichts der Ereignisse in der Ukraine hat wohl die meisten Menschen quer durch Europa erfasst. Zu den Ursachen, Ereignissen und Folgen dieser Tragödie äußern sich in den Medien klügere Köpfe als ich und es bedarf meines Kommentars nicht. Zwei Beobachtungen möchte ich aber hier anmerken:

1. Bewundert habe ich den Mut der Demonstranten in Moskau und anderen Städten Russlands, die skandierten: „Stoppt den Krieg!“.  Hunderte von ihnen wurden sofort verhaftet und viele von ihnen werden Nawalny in den Arbeitslagern Gesellschaft leisten müssen. Das sind die wahren Helden der Geschichte, genauso wie die ersten wenigen DDR Bürger, die oft nach den Montagsgebeten am Ausgang der Kirche verhaftet wurden *).

2. Ein Satz in der Begründung Putins für den Einmarsch: Ziel sei die Entnazifizierung der Ukraine. Ich erinnere mich noch gut an den Einmarsch der Sowjetunion in die Tschechoslowakei im Jahr 1968. Am morgen fragten wir auf dem Weg zur Schule unseren DKP-Mitschüler nach seiner Meinung: „Ein unverzeihlicher Fehler!“, stammelte er. Nachmittags in der Badeanstalt hatte er (nach Lektüre des Neuen Deutschland, deren einziger Abonnent er in meiner Heimatstadt Rinteln war) zu seiner von oben diktierten Meinung gefunden: „Die Sowjetunion ist dem Hilfeersuchen freiheitlich gesinnter Kräfte in der Volksrepublik nachgekommen, um den von den imperialistischen Kräften der USA und deren Helfershelfern aus der BRD eingeschleusten faschistischen Kräften Einhalt zu gebieten!“

Der belgische Ministerpräsident brachte es auf dem Punkt, als er auf Twitter schrieb: Dit is Europa's donkerste moment sinds WO II.“ Ich glaube, eine Übersetzung dieser flämischen Worte ist überflüssig.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach weist darauf hin, dass der russische Präsident Menschen in einer Situation gefährde, "in der wir noch mitten in der Corona-Pandemie sind. Die Welt hat wirklich Besseres zu tun, als sich mit den Großmachtfantasien von Putin zu beschäftigen", sagte er: "Wir müssen den Klimawandel bekämpfen, wir müssen die Pandemie bekämpfen, wir müssen neue Pandemien verhindern." Lauterbach sagte ferner, ihm täten vor allem die Kinder in der Ukraine leid, "deren Kindheit unterbrochen wird und die hier in Angst und Terror um das eigene Leben und das Leben ihrer Eltern fürchten müssen". Putin habe "in verbrecherischer Weise das Völkerrecht gebrochen." Das Vorgehen sei "bestürzend, narzisstisch und in keiner Weise akzeptabel".  Bewundernswert ist der Mut und die Entschlossenheit der Ukrainer, sich einem scheinbar übermächtigen Gegner entgegen zu stellen. Tränen aber stellen sich ein, wenn man die Kinder in den U-Bahnschächten oder an der Grenze zu Polen sieht.

Meine Bilderserie heute streift die Geschichte der russisch-deutschen Beziehungen. Eine Beziehung, die heute wieder an einem Wendepunkt angelangt ist. Hier geht es zur Bilderreihe.

Es fällt schwer angesichts der Ereignisse in der Ukraine in die Niederungen der Dorfpolitik hinab zu steigen. Da geht es um neue Bushaltestellen, um Hundedreck und kaputte Straßenlaternen. Wer will kann die Ergebnisse der jüngsten Ortsratssitzung auf der Startseite nachlesen oder gleich hier.

Es grüßt herzlich,

Ihr/euer Burkhard Kallmeyer

*) Keinen Mut braucht es, am Sonntag um 17 Uhr zur einer Friedenskundgebung auf die Lilie in Hildesheim zu kommen. Eingeladen haben die Jugendorganisationen von SPD, FDP, CDU sowie Pulse of Europe. Es soll ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine gesetzt werden.


 Liebe Freunde !

Das Verhältnis zwischen Kultusministern und Lehrern entspricht weitestgehend der Beziehung zwischen Architekt und Polier. Selbst die skurrilsten und praxisfernsten Ideen müssen am Bau und in der Schule umgesetzt werden. Das gilt auch und leider in diesen Pandemiezeiten. Ich zitiere hier den Kommentar in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom heutigen Tage:

Treffender kann man das Thema Schule und Pandemie nicht darlegen. Vielen Dank, liebe Hildesheimer!

Anderes Thema: Sagt ihnen der Name Bukowina etwas? Die Bukowina mit der Hauptstadt Cernowitz war eine alte, hochstehende Kulturlandschaft hauptsächlich auf dem Gebiet der heutigen Ukraine und Rumäniens, die sich unter den vielen Fremdherrschaften über Jahrhunderte behaupten konnte und war ein Zentrum der jüdischen Siedlung in Europa. Sie brachte viele (vor allem deutschsprachige) Schriftsteller, Künstler  und Wissenschaftler hervor. Bis 1945. Denn auch hier wüteten die Nationalsozialisten und brachten die jüdische Bevölkerung um.

Eine davon ist Selma Merbaum, die in ihrem kurzen Leben einige der schönsten Gedichte der Weltliteratur geschrieben hat, die auf einer Stufe stehen mit den Gedichten von Rainer Maria Rilke.  Sie starb mit 18 Jahren 1942 in einem Zwangsarbeitslager … Eins ihrer schönsten Gedichte am Ende dieses Landboten.

 

Warum ich das erwähne? Nicht nur Russland sondern auch und ganz besonders das Gebiet der Ukraine hat furchtbar im Weltkrieg gelitten. Ist das aber ein Grund, die Ukraine mit Waffen zu beliefern? Laut Umfrage ist die große Mehrheit der Deutschen dagegen und das ist auch die Position der Parteien im Bundestag von den Linken bis zur AfD, von der ich fast vermute, dass Russland für sie Demokratiemodell ist, das als Vorbild für Deutschland dienen könnte! Die Mehrheit der Deutschen glaubt nicht, dass es zu einem Krieg kommt. Die Vergangenheit hat aber leider gezeigt, dass es immer dann brandgefährlich wird, wenn die Diplomatie auf offener Bühne ausgetragen wird statt leise hinter verschlossenen Türen. Wäre ich Gerhard Schröder, würde ich Putin anrufen und ihm raten: „Wladimir, nun mach mal halblang!“

 

Dafür fliegen einem nun die Kugeln in unserem Nachbarort Borsum um die Ohren, wie es in einer Überschrift in der örtlichen Presse heißt. Gemeint sind allerdings Boule-Kugeln, denn endlich hat sich der Wunsch vieler Borsumer (oder nur des dortigen Ortsbürgermeisters?) erfüllt, eine Boulebahn zu bekommen. Ich sehe Borsum schon in den Top-Boule-Ligen mitmischen! Lieber wäre mir allerdings gewesen, wenn das Geld für die Anlage in Lüfter für die Borsumer Grundschule (die auch von den Hönnersumer Kindern besucht wird) investiert worden wäre. Die fehlen dort nämlich immer noch. 

Ich bin gespannt, wie es im Februar weitergeht! Einen Rückblick auf den Januar 2022 in Bild und Text findet ihr hier. Schönen Sonntag!

Ihr/Euer Burkhard Kallmeyer


Die Bäume sind von weichem Lichte übergossen,
im Winde zitternd glitzert jedes Blatt.
Der Himmel, seidig-blau und glatt,
ist wie ein Tropfen Tau vom Morgenwind vergossen.
Die Tannen sind in sanfte Röte eingeschlossen
und beugen sich vor seiner Majestät, dem Wind.
Hinter den Pappeln blickt der Mond aufs Kind,
das ihm den Gruß schon zugelächelt hat.

Im Winde sind die Büsche wunderbar:
bald sind sie Silber und bald leuchtend grün
und bald wie Mondschein auf lichtblondem Haar
und dann, als würden sie aufs neue blühn.

 

Ich möchte leben.
Schau, das Leben ist so bunt.
Es sind so viele schöne Bälle drin.
Und viele Lippen warten, lachen, glühn
und tuen ihre Freude kund.
Sieh nur die Straße, wie sie steigt:
so breit und hell, als warte sie auf mich.
Und ferne, irgendwo, da schluchzt und geigt
die Sehnsucht, die sich zieht durch mich und dich.
Der Wind rauscht rufend durch den Wald,
er sagt mir, dass das Leben singt.
Die Luft ist leise, zart und kalt,
die ferne Pappel winkt und winkt.

 

Ich möchte leben.
Ich möchte lachen und Lasten heben
und möchte kämpfen und lieben und hassen
und möchte den Himmel mit Händen fassen
und möchte frei sein und atmen und schrein.
Ich will nicht sterben. Nein!
Nein.
Das Leben ist rot.
Das Leben ist mein.
Mein und dein.
Mein.

Auschnitt aus dem Gedicht Poem, zitiert nach Marion Tauschwitz, Selma Merbaum. Biografie und Gedichte mit einem Vorwort von Iris Berben, Springe 2014, Seite 259


Liebe Freunde!

Was hat der Führerscheinumtausch mit der Corona-Impfpflicht zu tun? Bis zum Bericht in unserer Tageszeitung am 14. Januar war mit das Thema Führerscheinumtausch nicht gegenwärtig. Wie das abläuft?

Man muss Online einen Termin beim Straßenverkehrsamt buchen und dann mit Passfoto, altem Führerschein, Perso und 30,39 Euro erscheinen und erhält dann einen EU-Führerschein zugeschickt. Wie man der Tabelle aus der Hildesheimer Allgemeinen entnehmen kann, gibt es Fristen für den Umtausch – gestaffelt entweder nach Geburtsjahr oder nach Ausstellungsjahr des Führerscheins. Im Moment läuft die Frist ab für alle, die zwischen 1953 und 1958 geboren sind. Wer älter ist, hat bis 2033 Zeit. Diese Frist gilt wiederum auch für alle, die den Führerschein 2012 gemacht haben. 50jährige sollten sich besser den 19.1.25 merken. Und wer seinen Führerschein in einem anderen Landkreis ausgestellt bekam, muss von dort noch eine Karteikartenabschrift einholen! Genug der Beispiele. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? That’s Germany at ist best!

Ich fürchte, mit den Regeln und Fristen wird es nach langen Diskussionen mit der Impfpflichtverordnung ähnlich aussehen. Wenn überhaupt, dann wird sie sich frühestens im Herbst nach notwendigen Übergangsfristen auswirken. Vielleicht werden dann nach fast drei Jahren Pandemie in den Schulen auch Lüfter stehen. Ich sah neulich Grundschüler mit Ranzen, Sportzeug und einer Wolldecke zur Schule streben. So ähnlich muss es in den strengen Wintern nach 1945 auch ausgesehen haben. Vielerorts musste aber zusätzlich noch ein Brikett mitgebracht werden, wie ich aus Erzählungen weiß.

 Hier ein Überblick, wie es einige Länder handhaben:

Italien: Impfpflicht Ü 50 sowie Lehr- und Sicherheitskräfte und Gesundheitsbereich

Griechenland: Impfpflicht Ü 60

Österreich: will Impfpflicht für Ü 14 einführen

Frankreich: Impfpflicht für Gesundheitsbereich, Feuerwehr und Rettungskräfte

Großbritannien: Impfpflicht für das nationale Gesundheitssystem und in der Sozialfürsorge.

Vielleicht steigt ja bei uns die Impfquote, denn ab dem 21. Februar steht der neue Impfstoff Novovax zur Verfügung, der vielleicht den einen oder anderen Impfskeptiker überzeugen dürfte. Und noch etwas: In dieser größten Krise seit 1945 erwarte ich vom Bundeskanzler, dass er Ton und Richtung vorgibt. „Wer bei mir Führung bestellt, bekommt sie auch!“, sagte er mal. Herr Scholz – wenn nicht jetzt, wann dann?!

Am 17. Februar haben wir in Hönnersum unsere erste Ortsratssitzung in diesem Jahr. Wahrscheinlich wieder virtuell. Auf der Tagesordnung u.a.: behindertengerechter Umbau und notwendige Verlegung der Bushaltestelle „An der Wurth“. Wer ein Anliegen hat, das wir behandeln sollten, möge sich bitte bei mir melden. Die Generalversammlung der TTG und auch der Neujahrsempfang von Kirche und Ortsrat müssen leider ausfallen.

„Hönnersum vor 20 Jahren“ – das ist die heutige Fotoserie. Viele Spaß beim Anschauen!

Ihr/Euer Burkhard Kallmeyer

Übrigens: Da ich vor 1953 geboren bin, habe ich theoretisch Zeit bis Januar 2033, um meinen Führerschein umzutauschen. Also dann sind alle über 80 – und wer weiß, ob man da den Führerschein nicht gleich einbehält! Ich glaube, ich werde vorsichtshalber schon für dieses Jahr einen Termin buchen!


Liebe Freunde!

Der Mensch lebt von der Hoffnung. Das gilt für die Religion aber auch im Leben hier auf Erden. Da können Wissenschaftler noch so eindringlich vor dem Klimawandel warnen (schon vor über 30 Jahren!) oder schon im Sommer eine neue Corona-Welle für den Herbst und Winter prophezeien – die Politiker (und wenn wir ehrlich sind, die meisten von uns auch) hoffen: Es wird schon nicht so schlimm kommen. Mit der nun auf uns zukommenden Omikron-Variante des Virus könnten die Vorhersagen noch übertroffen werden. Dreifachimpfung scheint halbwegs sicheren Schutz zu bieten. Aber: Nichts Genaues weiß man nicht – die Datenlage ist noch zu dünn aber was man weiß, klingt nicht gut. Gesichert ist wohl, dass das Omicron-Virus schon bald Delta als vorherrschende Variante ablösen wird. Dänemark und England lassen uns aber schon in unsere eigene Zukunft schauen, denn wahrscheinlich hinken wir 6 – 8 Wochen hinterher. Was also bleibt? Rückbesinnung auf die schon fast vergessene AHA-Regel und deren strikter Anwendung: Abstand, Kontaktbeschränkungen, Hände waschen, Lüften, FFP-2 Maske tragen.

Was das Impfen vor Ort anbelangt: Gleich nach Weihnachten können wir in Hönnersum zwei Impftermine ohne Anmeldung anbieten. Dr. Thomas Dohmen aus Hohenhameln hat sich genügend Impfstoff gesichert, um jeweils 200 Personen zu impfen. Mitarbeiter der Verwaltung und Ortsratsmitglieder aus Hönnersum werden sein Team bei der Arbeit unterstützen. Hier die genauen Termine:

Montag, 27.12. und Dienstag, 28.12.2021 jeweils von 14 – 18 Uhr für Personen über 30 Jahren. Der Ort ist jeweils das Dorfgemeinschaftshaus Hönnersum. Wer jünger als 30 ist, kann sich am 23.12.21 ebenfalls von 14 – 18 Uhr im DGH Rautenberg impfen lassen.

Außerdem kommt der ASB-Impfbus wieder. Diesmal in Harsum am Feuerwehrgerätehaus von 10 – 16 Uhr am 27.12.2021. Alle Infos auf www.harsum.de

Dies ist der letzte Landbote im alten Jahr. Darum heute meine Fotoserie „6 x 6 im Quadrat“ – das sind 36 Fotos aus meiner Sammlung, die mir richtig gut gefallen haben. Zu den Aufnahmen: Ich besitze eine analoge und eine digitale Leica und weitere Fotoausrüstung und da wird mancher sagen, ja damit kann ich das auch! Pustekuchen! Alle Fotos dieser Serie habe ich mit meinem Handy fotografiert.

Ich wünsche besinnliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins Jahr 2022!

Ihr/Euer Burkhard Kallmeyer

PS: Eine „politische“ Bemerkung am Rande: Wenn mir einer Weihnachten 1988 gesagt hätte, Weihnachten 1989 gibt es die Mauer in Berlin nicht mehr, dem hätte ich so wenig geglaubt, wie jemandem, der Weihnachten 2020 prophezeit hätte, dass dieses Jahr der Bundeskanzler Olaf Scholz heißt!


          Ich wünsche einen schönen dritten Advent und beschäftige mich heute mit den Corona-Regeln frei nach dem Motto: Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

          Wenn im Radio der Nachrichtensprecher (oder korrekter: die Nachrichtensprecher – innen!) die neuesten immer kleinteiligeren aktuellen Coronaregeln runterattert, komme ich kaum noch mit. Wie war das noch gleich?

          Also in den Fußgängerzonen muss man die FFP-2 Maske tragen, muss sie aber gegen eine einfache OP-Maske austauschen, wenn man einen Laden des täglichen Bedarfs betreten will.

In allen anderen Läden gilt 2-G mit Ausnahme von Geschäften, die auch Unterwäsche anbieten. Dort muss zusätzlich ein negativer Test vorgelegt werden (Begründung: körpernahe Kleidung). Sollte man ausnahmsweise das Bedürfnis haben, einen Erotikshop aufzusuchen, muss man geboostert sein – womit auch immer!

          Im Restaurant gilt allgemein FFP-2 Maskenpflicht – Farbe und Stil sind egal mit Ausnahme von Chinarestaurants. Dort muss die Maske mit der Flagge der Volksrepublik bedruckt sein. In Restaurants, die vom Michelin Guide als unterirdisch eingestuft sind, kann man die Maske auch beim Essen aufbehalten. In deutschen Bierkneipen hingegen kann auf die Maske ganz verzichtet werden, sofern man einen Promillewert von über 1,2 beim Betreten nachweisen kann! Die Bescheinigung in zweifacher Ausfertigung wird in jeder Polizeidienststelle ausgestellt.

          In den Zügen der Deutschen Bahn gilt generell die FFP-2 Maskenpflicht, bei Metronom und Erixx reicht die OP-Maske. Dies gilt aber nur in der Hauptreisezeit zwischen 9 und 18 Uhr. Zu allen anderen Zeiten ist es genau anders herum. Wer allerdings die Zugtoilette aufsuchen möchte, muss 24/7 eine Gasmaske aufsetzen!

          Ja, und wer über Weihnachten oder Silvester im Harz oder an der See ein Hotel gebucht hat, darf dort übernachten, sofern er an einem Ort ansässig ist, dessen Postleitzahl mit einer 3 oder 2 beginnt. Allerdings gilt die sogenannte Weihnachtsruhe, d.h. eine Anreise ist nur mit einem E-Auto erlaubt. Die entsprechende Verordnung wird von der Landesregierung noch erarbeitet. Nachschärfungen sind zu erwarten.

          So, jetzt mache ich erst mal Schluss, denn ich muss mal zur Nachbarin rüber und fragen, ob sie mir für morgen ihren Dackel ausleiht. Ich konnte nämlich einen Boostertermin beim Tierarzt ergattern und man möchte ja im Wartezimmer so ganz ohne Tier nicht unbedingt auffallen!

Es grüßt herzlich

Ihr/Euer Burkhard Kallmeyer

 Liebe Freunde!

Heute nur einen kurzen (und knackigen) Landboten. Werfen wir einen Blick auf die Fallentwicklung der Corona-Erkrankungen sei Beginn der Aufzeichnungen durch das RKI.

          Dazu folgende Anmerkungen: In der ersten Welle (die in der Grafik wie der Hönnersumer Rodelberg gegenüber dem Mount Blanc der 4. Welle wirkt) bestimmte die Bundesregierung die Maßnahmen. Danach übernahmen die Bundesländer mehr oder weniger das Kommando (Motto: Wir können vor Ort besser reagieren!). Und als im Sommer dieses Jahres die Wissenschaft vor einer vierten Welle warnte, überlagerte der Bundestagswahlkampf alle Entscheidungen bzw, Nicht-Entscheidungen. Die Italiener und Spanier wundern sich inzwischen, was in Deutschland los ist; der Stern titelt sogar mit dem Wort Staatsversagen. Zumindest ist alles sehr widersprüchlich: Der Bundespräsident ruft zu Kontaktbeschränkungen aaf und gleichzeitig schieben sich die Leute auf den verbliebenden Weihnachtsmarkten oder jubeln beim Karnaval oder in den Fußballstadien.  Fest steht jedenfalls: Die Hütte brennt und gelöscht wird mit Gartenschläuchen.  Angela Merkel hätte ich ein besseres Ende ihrer Amtszeit gewünscht. Donnerstag ist Zapfenstreich.

          Ob die Ampel das Ruder herumreißen kann? Gut, der Landwirtschaftsminister ist bereits nominiert und auf den Postminister würde ich auch noch gerne warten wollen (obwohl: das schöne Amt gibt es leider seit 1997 nicht mehr). Wir alle aber warten dringend auf den Namen des neuen Gesundheitsministers bzw. der Gesundheitsministerin. Gerne einen, dessen Vorname mit einem K beginnt. Lauterbach sollte ruhig mal zeigen können, was er drauf hat.

          Ein Wort zur Impfpflicht. Wie soll das bitteschön funktionieren? Will man die Impfverweigerer in Handschellen dem Hausarzt zuführen?! Wenn, dann muss man das öffentliche Leben für Impfunwillige so unattraktiv wie möglich machen. Also Zugang zu Restaurants, Läden, Kino, Bars, Bus, Bahn, Arbeit etc. nur mit entsprechendem Nachweis. Ich denke, dann würden sich doch noch etliche impfen lassen – wenn auch seufzend bis zähneknirschend. Scholz gestern im Fernsehen: „Wir tun alles, ws getan werden muss, um diese Welle zu brechen!“  Oder anders formuliert: „Impfen bis die Nadel glüht!“ – so Bremens Bürgermeister Bovenschulte im HAZ-Interview diese Woche. Ist übrigens ein gebürtiger Hildesheimer.

          Und was ist los in Hönnersum? Vereine und Ortsrat haben den Terminkalender 2022 zusammengestellt. Er befindet sich bereits auf unserer Homepage. Was davon durchgeführt werden kann, bestimmen leider nicht wir…

Jetzt aber freuen wir uns auf die Termine des lebendigen Adventskalenders im weihnachtlich erleuchtetem Dorf. Natürlich draußen, mit Abstand und mit Maske.

Ich wünsche einen schönen 1. Advent - vielleicht mit einem Blick auf meine Bilderserie November?

 Ihr/Euer Burkhard Kallmeyer,

Ortsbürgermeister Hönnersum



Gedanken zum Volkstrauertag 2021


 Vor 103 Jahren ging der erste Weltkrieg zu Ende. Millionen Menschen verloren damals sinnlos ihr Leben. Ich gehöre noch zu der Generation, die die Erzählungen unserer Großväter gehört haben. Damals blickte Deutschland in eine ungewisse Zukunft und torkelte letztlich in eine Zukunft hinein, die in einer noch größeren Katastrophe 1945 endete. Moralisch und wirtschaftlich am Ende, sahen damals viele gar keine Zukunft mehr für Deutschland. Es kam anders. Mit Fleiß und Energie stürzte sich das Land in den Wiederaufbau. Wirtschaftswunder und stabile demokratische Strukturen, eingebettet in internationale Organisationen, ließen Deutschland aufblühen. Diese Entwicklung fand ihren Höhepunkt in der Wiedervereinigung 1991 und man war sich eigentlich mehrheitlich sicher: Dies ist der Beginn eines neuen, wirklich friedlichen Zeitalters.

Es kam anders. Ich will nicht die ganzen Konflikte und Probleme der letzten Jahrzehnte aufzählen sondern nur den Stand jetzt benennen: Kriege in vielen Teilen der Welt haben unsere Lebensgrundlagen erschüttert und der Klimawandel droht sie sogar zu zerstören. Hinzu kommen als Folge Flucht und Wanderungsbewegungen aus allen Teilen der Welt in Gebiete, wo es den Menschen vermeintlich besser geht. Und antidemokratische Tendenzen machen auch von den Toren Europas nicht Halt. Als sei das nicht genug, erleben wir eine Pandemie, wie sich die Menschen seit 100 Jahren nicht mehr über sich ergehen lassen mussten. Ich denke, alle genannten Probleme sind eng miteinander verwoben und es wird eine Herkulesaufgabe werden, sie zu überwinden.

Trotzdem sage ich mit Martin Luther: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Es ist diese Hoffnung, die uns weiterleben lässt. Vielleicht nicht mehr mit der alten optimistischen Zuversicht aber doch mit beharrlicher Ausdauer und Zähigkeit. Denn beides werden wir brauchen, wie die Menschen, die 1918 und 1945 überlebt hatten.

Und wenn wir jetzt den Kranz vor dem Ehrenmal niederlegen, auf dem unsere Toten der beiden Weltkriege eingraviert sind, dann denke ich auch an die Menschen, die unter Vorspiegelung falscher Versprechungen nach Weißrussland gelockt wurden und wo jetzt Tausende und unter ihnen viele Kinder in den Wäldern Polens und Weißrusslands herumirren bei Nässe und Kälte. Ihnen gilt unser Mitgefühl und Dank gebührt den Helfern aus der polnischen Bevölkerung. Aktueller denn je, ist der Text auf unserem Ehrenmal: „Erkenne es unter dem Kreuz: Krone des Seins ist es Mensch zu sein. Der Toten Vermächtnis: Achtung des Lebens!“

(Rede des Ortsbürgermeisters am Ehrenmal auf dem Hönnersumer Friedhof)


Mitteilungen des Ortsrates


Der neu gewählte Ortsrat ist am 9.11. zusammengetreten. Über das Wahlergebnis können Sie sich auf der Startseite informieren.


Auch in diesem Jahr können wir es leider nicht verantworten, eine Seniorenweihnachtsfeier durchzuführen. Sowie sich die Lage bessert, werden wir das gemeinsame Essen im Frühjahr durchführen. Bitte informieren Sie ihre älteren Nachbarn. Vielen Dank.


Auch das traditionelle Helferfrühstück, das dieses Jahr insbesondere für die Wahlhelfer gemacht werden sollte, muss aus den bekannten Gründen ausfallen.


 Liebe Freunde!

 

Goldener Oktober

 Er ist nirgendwo schöner zu beobachten, wie im Georgengarten Hannover. Am besten erschließt man den Park, wenn man in der Nähe des Wilhelm-Busch-Museums parkt. Dort kann man im Palaisgarten oder im Haus selbst auch einen Tee zu sich nehmen. Navi-Eingabe: Hannover, Georgengarten 1.

 Anstieg

Die Coronazahlen schießen wieder in die Höhe. In Österreich diskutiert man schon über einen Lockdown für Ungeimpfte. Mal sehen, was bei uns noch oder wieder an Einschränkungen kommt. Das die Pandemie im Frühjahr beendet ist, wage ich zu bezweifeln.

Lieferengpässe

Der Weinhändler kann nicht liefern, weil er keine Kartons bekommt. Die Autoindustrie muss bald dicht machen. Es fehlt an Rohstoffen und Chips. Würde ich Verschwörungstheorien anhängen, könnte ich mir eine zusammenbasteln, die sogar halbwegs plausibel wäre.

Ampel-Menü

Mal sehen ob das Überraschungsmenü der geplanten Koalitionsregierung schmecken wird. Also als Vorspeise kocht die FDP echte Schildkrötensuppe verfeinert mit 80 Jahre altem Sherry und danach gibt es Currywurst mit Pommes rot. Und als Getränk: Sauerampfer-Spinat Smoothie!  Und beim Tempolimit auf Autobahnen hätte ich einen guten Kompromissvorschlag:  Man darf weiterhin so schnell fahren, wie man will – sofern man ein Lastenfahrrad benutzt!

Ganz stark

In einer beeindruckenden und berührenden Videobotschaft verabschiedet Barack Obama unsere Bundeskanzlerin. „So viele Mädchen, Männer und Frauen haben in dir ein Vorbild gehabt, zu dem sie aufschauen konnten. Ich war einer davon.“ Unbedingt im Netz suchen und anhören!

Endspiel

Die Inflation in der Türkei erreicht schwindelnde Höhen, ebenso die Arbeitslosigkeit. Um davon abzulenken, will Erdogan gleich 10 Botschafter rausschmeißen. Ob das noch beim Wähler verfängt? Eins ist mal klar: Diktatoren und Autokraten können selten einen gemütlichen Ruhestand verbringen.

Bücherei

Kaum war der öffentliche Bücherschrank in Hönnersum aufgestellt, war er auch schon mit Büchern gefüllt. Geöffnet  7 / 24 – vorausgesetzt, man ist im Besitz einer Taschenlampe.

Blutspende

Der Heimatvereine hofft auf rege Teilnahme am 4. November von 16 bis 19 Uhr.

Bürgermeisterwahl

Am 10. November tritt der neue Ortsrat zusammen und wählt den/die Ortsbürgermeister/in. Mal sehen, wer es diesmal wird!

Weihnachtsfeier

Ich werde dem Ortsrat vorschlagen, auch dieses Jahr auf ein Weihnachtsessen der Senioren zu verzichten. Vielleicht ist es sicherer, mit einem gemeinsamen Essen noch ein wenig zu warten.

AVH

Am 25.11. treffen sich die Vereine, um die Termine für das kommende Jahr festzulegen. Das Bosselturnier im September gibt Hoffnung auf kommende Aktivitäten.

Gratulation

Unser ehemaliger Ortsbürgermeister Heinrich Kiel wird Ende der Woche 85 Jahre alt. Radwege, Baugebiete, Halle, Kindergarten – Hönnersum hat ihm viel zu verdanken. Glückwunsch Heinrich!

Zu guter Letzt

Oslo liegt auf dem gleichen Längengrad wie Hamburg, Würzburg, Ulm, Cremona, Tunis – und Hönnersum. Warum dies nun ausgerechnet bei uns zu einer Stehle am Bolzplatz führt, die dies in Erinnerung rufen soll, kann man am 2. November um 14.30 Uhr von den Initiatoren erfahren bei der Einweihung eben derselben.

Beste Grüße und eine schöne Woche!

Ihr/Euer Burkhard Kallmeyer

 Liebe Freunde,

im Sommer 2020 hatte ich mich festgelegt: Donald Trump wird abgewählt. Wäre auch schlimm gewesen, wenn es nicht so gekommen wäre, denn gegen diesen Ex-Präsidenten sind die AfD-Granden „lupenreine Demokraten“, um mal einen Begriff aufzugreifen, mit dem ein nicht ganz unbekannter Hannoveraner einen nicht ganz unbekannten Politiker östlich von Deutschland charakterisiert haben soll.

Einen Tag vor der Bundestagswahl hingegen wage ich keine Voraussage. Die SPD würde jubeln, wenn sie aus ihrem 15-Prozent-Loch herauskommt und 25 Prozent erreicht.  Das war übrigens eine Partei, die mal locker über 40 Prozent der Stimmen einfing! Und die CDU würde erleichtert aufseufzen, wenn sie knapp vor der SPD läge. Die CDU kam mal gegen Helmut Schmidt auf 48 Prozent und konnte trotzdem nicht regieren, weil SPD und FDP zusammen auf 52 Prozent kamen. Heute gilt Schmidt bis in weite Kreise der CDU-Wähler als einer der herausragenden Kanzler. Viele seiner Zeitgenossen damals sahen es offenbar anders.

Eine Voraussage ist deshalb selbst für gewiefte Politikwissenschaftler und Umfrageinstitute unmöglich, weil noch nie soviele Koalitionsmöglichkeiten denkbar sind: Wenn man die AfD außen vorlässt, bleiben neun verschiedene Koalitionsmöglichkeiten übrig, sofern man den Umfragen trauen darf. Schätze die Zeit nach der Wahl wird erst mal richtig anarchistisch verlaufen! Von allen Möglichkeiten sind wohl die wahrscheinlichsten Kombinationen: Schwarz-Grün-Gelb oder Rot-Grün-Gelb. In dem einen Fall müssten die Grünen, in dem anderen Fall die FDP über ihren Schatten springen. Jedenfalls würde es mich nicht wundern, wenn Frau Merkel noch einmal die Weihnachtsansprache hält!

Vielleicht verkündet sie dann denn „Freedom Day“, von dem jetzt öfter die Rede ist. Ich schließe mich da den Fachleuten an, die so ein festes Datum für das Ende aller Corona-Einschränkungen für Blödsinn halten. Die Pandemie läuft erst dann aus, wenn der noch nicht geimpfte Teil der Bevölkerung infiziert ist oder sich doch größtenteils dazu entschlossen hat, sich impfen zu lassen. Logischer erscheint mir da Karl Lauterbachs Vorschlag: Erst wenn 85 Prozent der Bevölkerung geimpft ist, kann man die meisten Einschränkungen fallen lassen.

Kommunalwahlen in Hönnersum. 527 Wähler gibt es in unserem Dorf, 380 haben gewählt. Das sind 72,11 %. Darauf können wir stolz sein. Für die Kandidaten im Gemeinderat haben gestimmt: 48,77 % SPD, 31,87 % CDU, 7,61 % Grüne und Bündnis für Borsum 11,74 %. Aus Hönnersum ziehen in den Gemeinderat Iris Grondke (SPD), Anna-Lena Lorenz (CDU) und Konrad Helmsen (Bündnis für Borsum). Alle Ergebnisse aus Harsum findet man auf www.harsum.de

Im Ortsrat sind neben mir vertreten: Iris Grondke, Anna-Lena Lorenz, Niklas Gieseler und Detlef Klante. Was mich besonders freut: Alle (auch die leider nicht Gewählten) haben ein gutes Ergebnis erzielt. Wie sagte eine Hönnersumerin: „Mir gefallen alle. Ich möchte diesmal am liebsten jedem eine Stimme geben!“ Die erste Sitzung des Ortsrates findet am 10. November statt. Neben den üblichen Wahlen muss diesmal auch ein/e Kinderbeauftrage/r gewählt werden. Das ist eine der Voraussetzungen für die Erlangung des Siegels „Kinderfreundliche Kommune“.

Wie ich oben schon sagte: Bei der Bundestagswahl lege ich mich nicht fest. Wohl aber bei den Top-Ten der Urlaubsziele in Deutschland. Zu sehen in meiner heutigen Fotoshow. Niedersachsen habe ich dabei ausgelassen. Hier der Direktzugriff zu der Fotoserie.

Ich wünsche einen spannenden Wahlonntag. Ob man den ersten Progrnosen nach 18 Uhr glauben darf, ist angesichts der zahlreichen Briefwähler mit einem Fragezeichen zu versehen. Vielleicht wird es ein ähnlich langer Wahlabend wie 1969, als der Wahlsieger erst weit nach Mitternacht stattfand. Das war übrigens letzte Bundestagswahl, an der ich nicht mitwählen durfte. Ich wurde erst vier Wochen später volljährig und das war man damals mit 21!

Ihr/Euer Burkhard Kallmeyer


Unsere Bundeskanzler seit 1949 - Who ist next?


 

Liebe Freunde!

          Jetzt ist Impfstoff in Hülle und Fülle da. Theoretisch wäre es möglich, die noch Ungeimpften in Deutschland innerhalb weiniger Wochen alle zu impfen. Leider bleibt die Impfkampagne weiter hinter den Erwartungen zurück. Schätzungsweise 20 Millionen Menschen haben sich aus vielerlei Gründen bislang nicht zu einer Impfung durchringen können, obwohl sie es könnten. Innerhalb dieses knappen Drittels unserer Bevölkerung breitet sich das Virus nach der viel zu kurzen Sommerpause immer schneller aus. Die Virologen sprechen jetzt von einer Pandemie der Ungeimpften.

          Und das Virus ist noch immer nicht zu hundert Prozent entschlüsselt. Wir wissen nicht, ob es neue Varianten geben wird, die den Impfschutz zunichte machen. Nicht geklärt ist zudem die Frage, wie lange der Impfschutz anhält. Wahrscheinlich wird die Diskussion um eine Auffrischung bald an Fahrt aufnehmen. Ebenso leider auch die Diskussion um neuerliche Einschränkungen, wenn sich mit Beginn der dunklen Jahreszeit das Virus wieder schnell ausbreiten sollte.

           Aber selbst wenn wir es schaffen, dass  80 oder gar 90 Prozent der Bevölkerung geimpft ist, ist die Gefahr ja nicht vorüber, da ja in weiten Teilen der Welt die große Mehrheit noch nicht geimpft ist und neue Varianten auch bei uns sich wieder ausbreiten. Wir haben ja an Delta gesehen, wie schnell das geht. All diese Unsicherheiten zerren an den Nerven. Lernen mit dem Virus zu leben? Das werden wir wohl müssen. Aber einfach ist es nicht.

          Zum Bundestagswahlkampf sage ich mal lieber gar nichts. Ich fürchte, jetzt geht auf den letzten Metern ein Hauen und Stechen los wie wir es vor fünf Jahren im Kleinen in Harsum erlebt haben. Hoffentlich irre ich mich, denn unserer Demokratie tut das nicht gut.

           Keine großen Überraschungen wird es bei der Kommunalwahl in unserer Gemeinde geben, vermute ich. Die Bürgermeisterwahl ist ein Selbstläufer, da ja der SPD-Kandidat von 2016 nun auch von der CDU unterstützt wird. Mit Marcel Litfin verbindet mich ein freundschaftliches Verhältnis und ich sage ganz offen: Er ist ein Glücksfall für unsere Gemeinde. Im Rat erwarte ich höchstens kleinere Verschiebungen. Ich bin jedenfalls froh, dass es uns gelungen ist, über die Parteigrenzen hinweg im Großen und Ganzen vertrauensvoll  zusammenzuarbeiten. Das war früher ganz anders und die HAZ freute sich immer, die Streitigkeiten in Harsum in der Zeitung breit zu treten. Für den Hönnersumer Ortsrat ist es eine gute Nachricht, dass wir ein ausgezeichnetes Team für die Wahl zusammen bekommen haben. Ich freue mich jedenfalls, dass neben bereits bewährten Kräften neue und junge Kandidaten dazugekommen sind, die sich gerne in Hönnersum noch stärker engagieren möchten. Wer nochmal nachschauen möchte, kann hier die Bewerberliste aufrufen.

          Wer mal durch das Dorf gefahren ist, dem wird vielleicht aufgefallen sein, dass an der Schülerbushaltestelle ein öffentlicher Bücherschrank steht. Er wurde von der Jugendwerkstatt Hildesheim gebaut und aufgestellt. Die Volksbank Harsum hat sich an den Kosten mit 500 Euro beteiligt. Vielen Dank! Und dann haben wir einen Vorschlag von Anna Hiller umgesetzt: Auf dem Spielplatz in der Dorfmitte steht eine Kiste mit Sandspielzeug, damit man nicht mehr selbst etwas mitbringen muss. Gerne können aber Spielzeugspenden dort zurück gelassen werden.

          Heute eine Fotoserie vom Bau unseres Mehrzweckgebäudes. Es wurde 1996 eingeweiht – also vor genau 25 Jahren. Das Gebäude belastete damals den Gemeindhaushalt mit weniger als 100.000 Mark! Der Rest wurde über Zuschüsse und Eigenleistungen finanziert. Neben dem Bau des Kindergartens war es der größte Kraftakt, den unser kleines Dorf erbracht hat.

          Treibende Kräfte waren damals Ortsbürgermeister Heinrich Kiel, Bernie Deister und  Allo Kliemann. Ich selbst war Schriftwart und für die Organisation der Malerarbeiten zuständig. Gerne erinnere ich mich an folgende Episode: Ich hatte unter der Woche in meinem Carport Abschlussleisten blau gestrichen. Dazu verwendete ich einen Lack, der von meinem eigenen Hausbau übrig war. Als ich die Leisten dann am folgenden Samstag zur Halle brachte, protestierte der Architekt, weil das nicht der von ihm festgelegt RAL-Ton Blau war und ich musste die Leisten wieder mitnehmen mit dem Auftrag, diese umzulackieren. Eine Woche später dann der Architekt: „Ja, so wollte ich sie haben!“ Geändert hatte ich aber nichts – nur die Latten hin und her transportiert!

          Jetzt am Sonnabend nun die erste „Großveranstaltung“ in Hönnersum seit über einem Jahr: Das Bosselturnier. Ich wünsche allen Beteiligten und Zuschauern viel Spaß und freue mich schon auf die Bratwurst!

Ihr/Euer Burkhard Kallmeyer


 Liebe Freunde!

          Die Sommerpause neigt sich dem Ende zu und ich melde mich wieder mit unserem Hönnersumer Landboten. Zwei Wochen abschalten in den bayrischen Alpen und am Bodensee taten richtig gut. Einer der schönsten Momente: An einem Regentag in der trockenen Bauernstube eines Freilichtmuseum am Kochelsee der Musik von drei Damen aus Pfaffenhofen, Regensburg und Großweil lauschen. Wer will kann sich eins der Musikstücke hier anhören. Die drei Damen haben sich übrigens bei einem Auftritt auf der Expo in Hannover kennen gelernt und treffen sich seitdem jährlich zum gemeinsamen Musizieren. Heinrich Zille sagte einmal: "Es gibt viele Dinge auf der Welt, die wenig Geld kosten. Und oft sind die am Schönsten."

          Pause haben die Ereignisse um uns herum leider nicht gemacht. Im Gegenteil. Wenn man in früheren Jahren von Überschwemmungen in Bangladesch hörte oder von Dürrekatastrophen, Bränden, Stürmen weit weg, dann lehnte man sich bei uns zurück und dachte: Gut das wir in diesem Teil der Erde leben. Die Ahr hat uns gezeigt, dass es auch bei uns ganz Dicke kommen kann und wird. Ernüchterndes Fazit der Bundeskanzlerin nach 16 Jahren Regierung: „Wir haben nicht genug gegen den Klimawandel getan.“ Ähnlich deprimierend ihre Einschätzung nach 20 Jahren Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Der Abzug der Amerikaner und der Alliierten hat etwas Demütigendes an sich und fühlt sich wie eine Kapitulation an. Den Soldaten der Bundeswehr gebührt Dank, Respekt und Anerkennung, was sie in diesen letzten Tagen in Kabul geleistet haben. Aber zurück bleiben Tausende, deren Schicksal höchst ungewiss ist.

          Die Corona-Pandemie hat bei uns nur eine kurze sommerliche Verschnaufpause eingelegt und breitet sich jetzt rasant vor allem unter den Ungeimpften aus. Das neue Schuljahr kann zudem wie ein Brandbeschleuniger wirken. Kein Wunder: Denn außer Masken und Lüften haben die Länder an Zusatzmaßnahmen nichts zustande gebracht. Die Kommunen allein können jedenfalls die Anschaffungskosten für Lüftersysteme nicht stemmen zumal die Lieferzeiten lang sind.

          Vier Wochen noch bis zur Bundestagswahl. Und das Ergebnis ist völlig ungewiss. Laschet, Baerbock, Scholz – noch kann es jeder werden, denn jede Dreierkoalition scheint möglich.

In der Partei, deren Mitglied ich bin, herrscht dank der gestiegenen Umfragewerte eine Aufbruchstimmung, wie ich sie seit fast 20 Jahren nicht mehr verspürt habe. Keine schlechte Voraussetzung für den Wahlkampfendspurt. Gespannt bin ich auf die Fernsehduelle der drei Kandidaten oder besser Kandidat*innen wie es ja seit einiger Zeit in den Nachrichten heißt. Und Duell passt ja auch nicht sondern es muss Triell heißen. Noch so ein Wort, das bisher nicht zu unserem Wortschatz gehörte. Heute Abend geht es los.

           Bereits in zwei Wochen, also am 12. September, stellen sich bei der niedersächsischen Kommunalwahl die Kandidaten und Kandidatinnen der Bevölkerung. Briefwähler wissen es bereits: sie bekommen 5 Stimmzettel. Jeweils drei Kreuze dürfen Sie bei den Ortsräten, dem Gemeinderat und dem Kreistag vergeben und auf eine oder mehrere Personen verteilen. Für den Bürgermeister und den Landrat darf nur ein Kreuz vergeben werden. Da unser Bürgermeister keinen Gegenkandidaten hat, heißt es da schlicht Ja oder Nein. Was die einzelnen Parteien eigentlich wollen habe ich für Sie zusammengestellt, Sie können es hier nachlesen oder über die Startseite der Homepage. Die Kandidatinnen und Kandidaten für den Hönnersumer Ortsrat können sie hier aufrufen.

          Nach über einen Jahr Zwangspause richtet der Heimatverein Hönnersum am Tag vor der Kommunalwahl ein Boßelturnier aus. Die Einladung finden Sie hier.

Ich wünsche einen schönen Sonntag.

Ihr/Euer

Burkhard Kallmeyer,

Ortsnürgermeister Hönnersum


 Liebe Freunde!

Die Inzidenzwerte haben sich erfreulich nach unten entwickelt und sind schon lange nicht mehr die Topmeldung in den Nachrichtensendungen. Endlich sind auch Restaurantbesuche, Urlaubsfahrten und kleinere Feiern wieder drin – wenn auch mit Einschränkungen und oft mit Maske. Gestern in einem Hildesheimer Cafe saß am Nachbartisch ein Ehepaar, das sich weigerte, den Meldeschein auszufüllen. Begründung: Das ist alles vom Staat eingeführt worden, um uns zu überwachen und um uns schlussendlich einer Zwangsimpfung zuzuführen. Klar ist: Je mehr sich impfen lassen, je besser können wir weiteren Pandemiewellen entgehen. Die Amerikaner locken ja inzwischen mit Rubbellosen und kostenlosen Burgermenus. Ich denke, da könnten wir mithalten. Wie wäre es mit drei Tagen Übernachtung in Wildemann? Mit fallen da noch einige Orte ein, die sich über eine Steigerung der Übernachtungsgäste freuen würden. Spaß beiseite: Ob die Pandemie sich dem Ende zuneigt oder ob der Virus nur neue Kraft schöpft, ist leider noch nicht abzusehen. Vorsicht bleibt also weiterhin die Mutter der Porzellankiste.

Mit Sicherheit lässt sich allerdings sagen, dass die GroKo im September am Ende ist. Kaum einer hätte geglaubt, dass sie die Wahlperiode durchhält. Ich finde, sie war besser als ihr Ruf und sie hat einiges auf den Weg gebracht, das man ihr nicht zugetraut hätte. Spontan fällt mir ein der Kohleausstieg, die Grundrente, das verschärfte Klimapaket, die Pflegereform, die verschärften Regeln in der Fleischindustrie. Und ohne die großzügigen Kurzarbeiterregelungen wären die Auswirkungen der Pandemie noch verheerender gewesen. Mein Freund Bernd Westphal, unser MdB, könnte die Liste sicherlich noch erheblich verlängern. Alle - oder doch die meisten - der Reformprojekte kommen aus der SPD-Ecke. Aber ich fürchte – Stand heute – selbst wenn die SPD für eine Verdoppelung des Kindergeldes oder für zwei Monate bezahlten Urlaub gesorgt hätte, würde das keine Auswirkungen auf ihre bescheidenen Umfragewerte haben. Ob die Grünen der CDU mehr abringen werden, wage ich zu bezweifeln. Zumal dann, wenn die FDP mit im Boot sitzt. Aber warten wir ab – immer nach dem Motto: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

Jetzt aber freue ich mich auf den ewigen Klassiker England gegen Deutschland im Wembley-Stadion. Wie auch immer das Spiel ausgeht, eins steht fest: Sollte es das letzte Spiel unter Jogi Löw sein, dann ist der „heilige Rasen“ von Wembley sicherlich ein würdiger Ort.

 Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt summt und brummt es in den örtlichen Parteien, denn am 26. Juli ist Einsendeschluss für die Listen zu den Ortsrats- und Gemeinderatswahlen. Was Hönnersum anbelangt, weiß  ich bisher von drei Kandidaturen für den Rat plus einem weiteren Kandidaten, der aber für das Bündnis für Borsum kandidiert. Mal sehen, ob noch weitere Bewerber hinzukommen.

Vorsichtig und noch zögerlich kommt das Dorfleben wieder in Gang. Der Heimatverein Hönnersum plant bereits, seine Aktivitäten wieder hochzufahren. Begonnen werden soll mit einem Bosselturnier am 11. September. Die Einladung ist in Arbeit.

 Ein Sommerfest für alle organisiert die SPD in unserer Gemeinde im Biergarten der Gaststätte Kleinherr in Asel. Eine bekannte Hildesheimer Band ist engagiert worden, damit endlich mal wieder Pop-, Rock- und Folk-Music live gehört werden kann. Für die Kleinen wird eine Hüpfburg aufgebaut. Und das alles bereits am kommenden Samstag, den 3. Juli ab 11 Uhr. Der Eintritt ist frei, Getränke und Essen muss selbst bezahlt werden. Entsprechend der Corona-Regeln ist die Teilnehmerzahl auf 100 begrenzt; Masken beim Toilettengang und auf dem Weg zu Toilette sind verpflichtend.

Urlaub dieses Jahr – wenn überhaupt – in Deutschland? Dann schaut in meine Fotoserie „Weltreise Deutschland“ mit Doppelgängern berühmter Reiseziele.

Der Landbote wünscht einen erholsamen Sommer und erscheint nach einer Sommerpause wieder. Bis dahin alles Gute, Euer Burkhard Kallmeyer


Liebe Freunde!

Alpha, Beta, Gamma, Delta. So werden jetzt die Corona-Varianten politisch korrekt genannt. Statt indischer Variante, heißt es jetzt Delta-Variante, Und weil keiner was damit anfangen kann, fügt man hinzu: die zuerst in Indien entdeckt wurde. Jetzt ist diese Variante also auch in Hildesheim angekommen und ein Schüler reichte aus, um gleich über ein Dutzend weitere Mitschüler anzustecken. Wir freuen uns alle, dass die Infektionszahlen so drastisch gesunken sind und genießen die Lockerungen. An diesem Donnerstag hatten sich nur noch knapp 3.200 Menschen in Deutschland neu infiziert. Vor genau einem Jahr waren es knapp 2.300 – allerdings innerhalb einer Woche und die Inzidenz lag im Juni 2020 bei sagenhaften 2,5! Mit anderen Worten: Wir gingen mit fast zehnmal so niedrigen Werten in die Sommerferien, Und da war an Impfen noch nicht zu denken. Überstanden ist die Pandemie also noch lange nicht und es bleibt abzuwarten, wie sich die Zahlen im September und Oktober entwickeln und hoffentlich müssen wir nicht noch weitere griechische Buchstaben lernen!

Das gilt auch für die Bundestagswahl. Eben waren die Grünen noch im Höhenflug mit einer strahlenden Kandidatin und jetzt bleibt nach den neuesten Umfragen wieder nur eine Juniorpartnerschaft oder gar eine Jamaika-Koalition. Eine übersehene Einkommensquelle, ein paar geschönte Lebenslaufeinträge in Verbindung mit 16 Cent Benzinpreiserhöhung reichten aus, dass sich wieder etliche Wähler in andere Richtungen bewegten. Siehe Sachsen-Anhalt! Dabei wissen die meisten, dass wir um drastische Einschnitte nicht herumkommen, wenn wir dem Klimawandel begegnen wollen. Ich vermute aber, dass es nicht wenige geben wird, die sich in der Wahlkabine sagen, die Einschnitte sind notwendig aber jetzt wursteln wir uns die nächsten vier Jahre noch mal durch.

Ein Wort zu den Benzinpreisen. Die Erhöhungen, die bereits erfolgt sind und noch erfolgen werden sollen ja an anderer Stelle ausgeglichen werden. So richtig glauben mag das niemand. Wenn man stattdessen sagen würde: Wir erhöhen den Benzinpreis um einen Euro und dafür sind Busfahrten kostenlos und die Bahnfahrt bis 150 km kostet 5 Euro und darüber 10 Euro – davon würden die Richtigen profitieren!

Die Wählervereinigung „Gemeinsam für Hönnersum“ ist gegründet worden. An dieser Stelle möchte ich die Namen der Kandidatinnen und Kandidaten nicht bekannt geben – nur soviel: das Durchschnittsalter beträgt 43 Jahre obwohl – soviel sei verraten – ich auch auf der Liste stehe und das Durchschnittsalter gehörig nach oben ziehe.

Die nächste Ortsratssitzung kann nun doch erst am 15. Juli stattfinden. Bisher sind folgende Themen in der Pipeline: Photovoltaik auf dem Mehrzweckgebäude, Blühinseln im und um das Dorf, Betreuung des Bücherschrankes, Kinderfreundliche Kommune, dringende Renovierungen, Regionaler Radverkehrsplan, Spendenverwendung, Mittelanmeldungen 2022 und Folgejahre.

Nochmal zu Sachsen-Anhalt. Das Land stand ja eine Woche im Blickpunkt der Medien. Ich habe das zum Anlass genommen, das Land in einer Fotoserie vorzustellen. Titel: Sachsen-anhalt: unser unbekannter Nachbar. Viel Spaß beim Durchklicken!

Herzliche Grüße, Burkhard Kallmeyer


 Liebe Freunde!

Im Januar verkündete Karl Lauterbach, sonst eher als Warner und Mahner bekannt, auf seiner Twitter-Seite: „Das wird ein super Sommer!“ und Anfang April prognostizierte er, dass Ende Mai die Inzidenzzahlen bei 50, wenn nicht darunter liegen werden. Ich wagte es nicht, an dieser Stelle dies zu verkünden, lagen die Zahlen damals bei 2, 3 und bis zu 500 in einigen Gebieten. Bundesweit liegen wir heute tatsächlich bundesweit bei 35, in Niedersachsen und in Hildesheim noch weit darunter. Diese erfreuliche Entwicklung hat mehrere Ursachen: An erster Stelle ist das disziplinierte Verhalten der meisten  Menschen zu nennen, eben jene, die mit Unverständnis auf die zahlreichen Demonstration einer Minderheit blicken. Dann war die Bundesnotbremse eine Hilfe, da man endlich das Gefühl hatte, es gibt einheitliche Regeln für alle. Verstärktes Testen und Impfen war ein weiterer Grund. Immerhin sind jetzt über die Hälfte der Menschen zumindest einmal geimpft. Dabei spielte diesmal nicht wie im Vorjahr das Wetter in die Karrten. April und Mai waren kühl und regnerisch.

Trotzdem läuft nicht alles rund. Nach dem Maskenskandal, wo sich viele eine goldene Nase verdienten (darunter leider auch Politiker), kommen jetzt Betrügereien beim Testen an Tageslicht. Die Hürden, ein Testzentrum zu eröffnen, sind denkbar gering und sie sind ja auch wie Pilze aus dem Boden geschossen. NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung haben gemeinsam recherchiert und haben anhand heimlicher Zählungen festgestellt, dass mehr Tests an die Gesundheitsämter gemeldet wurden, als durchgeführt wurden. Und zwar ziemlich ungeniert. In einem Testzentrum in Köln wurden an einem Tag 80 Personen gezählt, gemeldet wurden 422, in Essen waren es 550 und 1743 wurden gemeldet (Quelle: Tagesschau-online vom 27.5.21). Beide Testzentren gehören einem Unternehmer, der im Immobiliengeschäft tätig ist. Und hier geht es nicht um Peanuts sondern um Millionen. Für jeden Test werden 18 Euro aus Steuergeldern erstattet. Gemeldet müssen laut Verordnung nur die Zahlen, keine genauen Angaben, die eine Kontrolle zulassen würden. Der liebe Datenschutz hat hier mal wieder zugeschlagen. Das Gute an einer Demokratie: Die meisten Unregelmäßigkeiten und Skandale kommen am Ende doch raus – auch dank unserer unabhängigen Medien.

 Neben meiner Familie gibt es nicht viele Menschen, mit denen ich mehr Zeit verbracht habe als mit Engelbert Bodenburg aus Borsum, meinem Busfahrer von der Firma Hanne aus Rautenberg. Mehrtagesfahrten mit meinem RBG-Kollegium, Schülerfahrten, Seniorenfahrten in Hönnersum und Vereinsausflüge. Unsere Fahrten führten uns in die Heide, ins Alte Land und Teufelsmoor, in den Harz, nach Hannover und von Leipzig bis Hamburg, von Würzburg bis Bremerhaven, von Dessau bis Münster ließen wir kaum eine Stadt aus, die wir nicht mit ihm besichtigt haben. Da kommen locker 30 bis 40 Fahrten zusammen und wir beide haben viele Stunden im Gespräch verbracht. Jetzt ist Engelbert unerwartet verstorben. Wir haben ihn auf unseren vielen Fahrten als feinen Menschen kennen gelernt, mit dem man ausgesprochen gern zusammen war. Meine heutige Fotoshow zeigt einen kleinen Ausschnitt von unseren gemeinsamen Reisen.

 

Am kommenden Dienstag, den 1. Juni um 19 Uhr soll unsere gemeinsame Ortsratsliste aufgestellt werden. Zu dieser Veranstaltung sind alle herzlich eingeladen. Ich selbst beabsichtige weiterhin zu kandidieren. Für den Rat der Gemeinde Harsum werde ich allerdings nicht mehr kandidieren, da ich ein größeres Zeitfenster für einige private Projekte haben möchte. Hönnersum soll – falls es der Wähler wünscht- in Zukunft von Iris Grondke und Detlef Klante im Rat vertreten werden. Somit wäre eine gute Verbindung zwischen Ortsrat, Rat und Verwaltung weiterhin gewährleistet.

Ich wünsche einen hoffentlich warmen und sonnigen Juni!

Euer Burkhard Kallmeyer

 Liebe Freunde!

Anfang der Woche reichte bei einem Zahnarztbesuch gründliches Händewaschen, um behandelt zu werden. Einen Tag später bei einem Fußpflegetermin hingegen reichte nicht mal wie bisher gründliches Waschen der Füße sondern da musste ein amtlich beglaubigtes negatives Testergebnis vorgelegt wegen. Vorsichtshalber habe ich mich vor dem Gang zur Apotheke zuhause schon vorgetestet, um keine unliebsame Überraschung zu erleben. Am Ende wird man sonst von der Apotheke gleich abgeführt!

Erfreulicherweise sinken die Infektionszahlen seit vier Wochen langsam aber stetig. Diszipliniertes Verhalten, die Bundesnotbremse (was für ein Wort!), mehr Impfungen und das wärmere Wetter zahlen sich aus. Ein Blick auf die Staaten, die mit den Impfquoten vorne liegen zeigt, dass bei einer Erstimpfquote von 50 %  die Zahlen entscheidend runter gehen. Und 50 Prozent müssten wir spätestens Mitte Juni erreichen – vorausgesetzt es wird genug geliefert. In den nächsten zwei Wochen werden die zugesagten Lieferungen wahrscheinlich hauptsächlich für die notwendigen Zweitimpfungen benötigt werden. Grund zur Entspannung ist das aber noch lange nicht, denn im Schnitt stecken sich immer noch über 10.000 Menschen täglich an, die Todeszahlen liegen noch immer im dreistelligen Bereich und auf den Intensivstationen liegen noch knapp 5.000 Menschen. Und auch die indische Variante muss im Auge behalten werden und kann allen Lockerungen im Wege stehen.

Es ist also noch lange nicht der Zeitpunkt gekommen, ein Fazit zu ziehen.

Auf bundespolitischer Ebene ist das aber eher möglich, denn so langsam dringt durch, dass die Ära Merkel im September sich dem Ende zuneigt.  Okay, offiziell am 21. September aber es kann sich auch noch weit bis ins nächste Jahr hinziehen. Koalitionsverhandlungen können lange dauern, wie man 2017 gesehen hat, wo meine Partei, die SPD, am Ende zähneknirschend eingesprungen ist, weil CDU, Grüne und FDP sich nicht einigen konnten. Erst das Land, dann die Partei – eigentlich das Motto der SPD seit ihrer Gründung vor 160 Jahren. Es hat dem Land – jedenfalls meistens – gut getan.

 Fazit der 16 Merkel-Jahre? Eigentlich eine Abfolge von Krisen und deren Bewältigung. Finanzkrise, Eurokrise, Flüchtlingswelle, Brexit und jetzt die Pandemie. Daneben der Atomausstieg, Ukrainekonflikt und der furchtbare Syrienkrieg. Ich fand es immer bewundernswert, mit welcher Ruhe und Gelassenheit Frau Merkel regierte und sich im entscheidenden Moment – und wieder: jedenfalls meistens – die richtigen Beschlüsse fasste. Gefallen hat mir auch ihre bescheidene Art. Während die anderen EU-Häuptlinge in Brüssel ihr Festmahl einnahmen, spazierte sie einmal zum Marktplatz von Brüssel und bestellte sich Fritten (siehe Foto). Was mir aber jetzt, schon fast im Rückblick, auffällt: Beschlüsse wurden nie konsequent umgesetzt.

Beispiel Atomausstieg (eigentlich war das nur eine Rückkehr zu den Entscheidungen der Schröder-Regierung): Der Ausbau der erneuerbaren Energieformen geht nur schleppend voran, Stromtrassen fehlen, von Stromspeichern ganz zu schweigen.

Beispiel Eurokrise: Inzwischen wächst eine ganze Generation heran, die gar nicht mehr weiß, was Zinsen sind. Und das wird auch so bleiben, denn sonst könnten die meisten hoch verschuldeten Staaten Europas ihre Schuldzinsen nicht mehr bedienen.

Beispiel Flüchtlinge: Ich persönlich fand es großartig, wie beherzt 2015 gehandelt wurde. Ich bin sicher, dass später einmal in den Geschichtsbüchern stehen wird, dass Deutschland mit Taten etwas von der Schuld zurückgezahlt hat, die Deutschland vor 1945 zu verantworten hat. Betrüblich allerdings, dass der Rest Europas nicht mitgezogen hat und die Situation in den Lagern Griechenlands und sonst wo ist seit Jahren mehr als beschämend.

Innenpolitisch ließ Frau Merkel eigentlich die SPD schalten und walten. Mindestlohn, Familiengesetze, Kindergartengesetz, Mütterente, Grundrente sind Themen, die die SPD durchgesetzt hat. Und die Verbesserung des Klimaschutzgesetzes diese Woche konnte nur deswegen so schnell gelingen, weil es eigentlich schon lange fertig in der Schublade von Svenja Schulze lag. 

Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Wahl ausgehen wird. Bis zum September kann sich noch vieles ändern.  Eine Konstante, so fürchte ich, wird aber bleiben: Die nächste Krise kommt bestimmt – und dann müssen all die schönen Programme der Parteien (wobei die CDU noch gar keins hat!) schnell der Realität angepasst werden.

 Vielen Dank Tobias Niemann vom Heimatverein, der mit seinem "Team" heute die Blumenkübel in der Löwenberger Straße bepflanzt hat, da die bisherige "Gärtnerin" dieses Jahr verhindert ist.

Vierzehn Tage vor den Bundestagswahlen sind ja auch Kommunalwahlen in Niedersachsen. Kein schöner Zeitpunkt aber was will man machen? In Hönnersum, wie auch in den anderen Dörfern unserer Gemeinde, wird es für die Ortsräte keine CDU- und SPD-Listen mehr geben sondern eine Wählervereinigung „Gemeinsam für Hönnersum“. Iris Grondke, Detlef Klante und ich beabsichtigen, zu kandidieren und es konnten erfreulicherweise auch schon weitere Bewerber*innen gefunden werden. Mehr dazu nach dem 1. Juni. Dann kommt es im Mehrzweckgebäude um 19 Uhr zur Gründungsversammlung und zur Listenaufstellung.

Schluss für heute, denn nächste Woche wollen wir nach langer Zeit wieder einmal nach Rinteln fahren, um unsere Gräber dort aufzusuchen. Und daher wird in den kommenden Tagen viel Zeit benötigt, um sich in die Corona-Regeln des dortigen Landkreises einzuarbeiten!

Es grüßt herzlich und wünscht schon jetzt ein frohes Pfingstfest,

Euer Burkhard Kallmeyer

Heute die Fotoserie "Berggarten Hannover" mit vielen Bonusfotos von Dorfausflügen. Der Berggarten ist im Mai ein besonders lohnendes Ziel. Und noch ein Hinweis: Toiletten sind vorhanden, Masken müssen nur an der Kasse getragen werden und schräg gegenüber im Georgengarten gibt es Getränke "to go"!

 Liebe Freunde!

Kaum ist die bundesweite „Notbremse“ in Kraft getreten, dürfen wir sie in unserem Landkreis Hildesheim auch schon kennen lernen:

­          Ausgangsverbot von 22 – 5 Uhr morgens (bis Mitternacht darf man aber noch alleine mit dem  Hund raus oder die Mülltonne aufsuchen).

­          In die Wohnung darf man nur noch eine Person lassen (plus Kinder unter 14)

­          Kitas gehen wieder zurück auf Notbetreuung

­          Grundschulen bleiben im Wechselunterricht

­          Schulen ab 5. Klasse müssen sich mit Distanzlernen begnügen (außer Abschlussklassen)

­          Im Einzelhandel und Baumärkten, beim Friseur oder bei der Fußpflege (außer Supermärkten etc) muss ein negativer Schnelltest vorgelegt werden aus einem Testzentrum.

Tja, alles hängt von den Inzidenzwerten ab – ein Wort, das mir vor gut einem Jahr überhaupt nichts sagte und fast so schwierig zu erklären ist wie die Abseitsregel im Fußball. Es handelt sich um die Zahl der Neuerkrankten pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Unser aktueller Wert in Deutschland liegt bei ca. 150 mit sinkender Tendenz. Das bedeutet, dass pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche 150 Personen neu erkranken. Das sind zwar nur 0,15 % macht aber bei ca. 83 Millionen Einwohnern 124.500 Neuerkrankungen pro Woche aus.

Entscheidend bei der Entwicklung ist der sogenannte R-Fakor, also die Höhe der Ansteckungsrate. Liegt sie bei 1, bleiben die wöchentlichen Zahlen konstant. Liegt sie bei 1,1 stecken 10 Erkrankte weitere 11 Personen an. Klinkt nicht sonderlich beunruhigend, bedeutet aber, dass sich die Fallzahlen innerhalb von vier Wochen verdoppeln. Umgekehrt würden sich bei einem R-Faktor von 0,9 die Zahlen im gleichen Zeitraum halbieren. Bei 0,7 schon innerhalb einer Woche! Akteull liegt der Wert bei 0,94 in Deutschland.

Die aktuellen Maßnahmen von Bund und Ländern reichen bisher gerade mal so hin, dass die Zahlen wenigstens leicht sinken – trotz immer schneller steigenden Impfzahlen. Inzwischen sind in meinem Freundes- und Verwandtenkreis mehr Geimpfte als Ungeimpfte. Meine optimistische Prognose vor ein paar Wochen, dass bis zum Sommer die meisten zumindest die Erstimpfung erhalten könnten, kann sich durchaus bewahrheiten. Und wer mal im Impfzentrum war, kann bestätigen, dass dort alles sehr professionell und kompetent abläuft. Der entscheidende Schub wird aber von den Hausärzten kommen. Unsere Hausärzte vor Ort impfen inzwischen auch außerhalb ihrer Sprechstunden was das Zeug hält. Vielen Dank!

Solange der Impfstoff aber knapp ist, sollte aber die Impfpriorisierung beibehalten werden, meint Vizekanzler Olaf Scholz. Als Grund nannte der SPD-Politiker, dass bereits die Lockdown-Maßnahmen die unteren Einkommensklassen "deutlich härter getroffen" hätten als die Besserverdiener. "Wer mit Kindern in einer engen Wohnung lebt, für den sind die Einschnitte schmerzhafter als für Privilegierte in Villenvororten", sagte Scholz.

Eine Aufhebung der Impfpriorisierung könne zur Folge haben, dass wohlhabende Menschen mit guten Netzwerken und Verbindungen zu Ärzten eher einen Termin für eine Impfung erhalten. Einzig und allein die Priorität sei entscheidend, so Scholz. "Niemand hat etwas davon, wenn die noblen Vororte durchgeimpft sind, aber die Pandemie in den sozialen Brennpunkten weiter grassiert."  Auch Bundessozialminister Hubertus Heil warnte vor einer sozialen Spaltung. Er unterstützt daher den Vorschlag von "Impfmobilen" in sogenannten sozialen Brennpunkten: Es sei "eine ausgezeichnete Idee", mobile Teams in solchen Regionen einzusetzen, beispielsweise Busse.

Vor allem denke ich, muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Ich schätze ca. 60 bis vielleicht 70 % der Bevölkerung würde sich gerne lieber heute als morgen impfen lassen, während 30 bis 40 Prozent eher zögerlich bis ablehnend sind. 80 Prozent sollten es aber schon sein, wenn man die sogenannte Herdenimmunität erreichen will.

Viel ist in den letzten Monaten vom „Staatsversagen“ die Rede gewesen. Wer selbst Gelegenheit hatte, ein Impfzentrum zu durchlaufen weiß, dass das so nicht stimmt. Gemeinden, Kreis, Land und Bund arbeiten hier zusammen, das Rote Kreuz, ASB und andere sowie die Bundeswehr sind eingebunden. Dazu jede Menge Ärzte für die Gespräche. Auch die Lieferketten zu den Hausarztpraxen funktionieren inzwischen reibungslos. Hier vor Ort konnten wir jetzt schon mehrfach mobile Impfzentren anbieten. Das ist viel Arbeit für die Verwaltung und auch die gewählten Ortsbürgermeister. Wir machen das alle gerne! Und es kommt hinzu: Die wichtigsten Impfstoffe sind hier in Deutschland entwickelt worden bzw. stehen kurz vor der Zulassung und werden hier auch produziert. Darauf sollten wir auch ein wenig stolz sein.

 Am 17. Juni findet die nächste Ortsratssitzung statt. Auf der Tagesordnung: Photovoltaik auf dem Mehrzeckgebäude, mehr blühende Büsche auf Spielplätzen und auf der Labyrinthwiese (Insekteninseln) und Standortfestlegung für einen öffentlichen Bücherschrank, dessen Anschaffung von der Volksbank finanziell unterstützt wird.

Dieses Jahr fällt zum zweiten Mal in über 30 Jahren das Maibaumfest aus. Das Vereinsleben ruht seit über einem Jahr. Ich bin aber überzeugt, dass nach der Pandemie unser Dorfleben wieder aufblüht. Vielleicht werden wir es sogar noch stärker zu schätzen wissen.

Ich wünsche allen einen schönen ersten Mai bzw. einen Mai, der etwas wärmer wird als der April 2021, der zu den zwei kältesten gehört seit 1929!

Es grüßt herzlich,

Burkhard Kallmeyer

PS: Heute beginne ich mit einer Fotoserie mit dem Titel „Kleine Fluchten“. Wenn wir schon nicht in Urlaub fahren können, dann sollten wir uns kleine Auszeiten gönnen. Folge 1: Wanderung durch das Ilsetal verbunden mit Fotos eines Ausflugs dorthin unserer Vereine TTG, MGV und Heimatverein Hönnersum aus dem Jahr 2004.


 Liebe Freunde!

Überall diese Anglizismen: Lockdown, Lockdown-Light, selbst Vogelbeobachtung heißt jetzt Birding und ist damit auf einmal Trend-Hobby. Aber wer selber in Glashaus sitzt und seinen Nachrichtendienst aus Hönnersum „Newsletter“ nennt … Darum ab heute „Der Hönnersumer Landbote“. Auf den Begriff bin ich gekommen durch den Hessischen Landboten, in dem Georg Büchner 1834 die Missstände der damaligen Zeit anprangert. Passt ja irgendwie.

Diese Woche saß ein Hildesheimer vor der Staatskanzlei in Hannover und protestierte mit einem Plakat gegen die seiner Meinung nach zu lasche Pandemie-Bekämpfung der Landesregierung. Souverän wäre es gewesen, wenn Stephan Weil (für die Nichtniedersachsen unter den Leser*innen: Das ist unser Ministerpräsident) vor die Tür getreten wäre und mit dem Mann geredet hätte. Stattdessen verlässt er über den Hintereingang das Haus, um sich die gut 1.000 Meter in den Landtag fahren zu lassen. Auf mein Schreiben an ihn, dass ich Anfang März geschrieben habe, kam übrigens auch nie eine Antwort. Unsere lokalen Politiker, also Bernd Westphal (MdB), Markus Brinkmnn (MdL) und Marcel Litfin (Bürgermeister) stehen hingegen in engem Kontakt mit uns, geben Ratsschläge oder sorgen dafür, dass bei uns vor Ort Impfstoff ankommt. Vielen Dank!

Tja, die liebe Politik. Steht insgesamt im Moment nicht gut da. Über die endlosen Diskussionen nach den richtigen Wegen aus der Pandemie rollt die Corona-Welle hinweg. Irgendeine Hoffnung, dass es nach der Bundestagswahl – mit wem auch immer – besser wird? Dann stehen wahrscheinlich erst mal langwierige Koalitionsverhandlungen bevor und wenn wir Pech haben geht die Politik sechs Monate in den Lockdown! Ein Wahlergebnis voraussagen? Kaum möglich zu diesem Zeitpunkt – außer vielleicht: ohne die Grünen wird keine Koalition möglich sein. Bei denen zischen sie inzwischen warscheinlich zur Feier des Tages schon einen Gurken-Smoothie weg, denn die besten Wahlhelfer auf dem Weg ins Kanzleramt für Robert Habeck oder Annalena Baerbock tragen derzeit ein Parteibuch mit einem C oder genauer: C + S. Ich finde es jedenfalls erschreckend, wie Söder geradezu generalstabsmäßig die CDU zerlegt und wie eine Dampfwalze über einen charakterlich integren Mann wie Armin Laschet hinweg rollt. Assistiert von Mister Modellregion aus dem Saarland und einem gewissen Haseloff, seines Zeichens Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt und CDU-Präsidiumsmitglied, der Vertrauen und Charaktereigenschaft für zweitrangig erklärt und Umfragen über diese Werte stellt. Eine Bankrotterklärung. Aber wie sagte schon Herbert Wehner: "Was brauche ich Feinde, wenn ich Parteifreunde habe!"

Bundesinfektionsgesetz: Sollte eigentlich in einem verkürzten Verfahren schon diese Woche verbschiedet werden. Hätte aber nur geklappt, wenn große Teile der Opposition dem Gesetz zustimmen würden, denn für das verkürzte Verfahren braucht man eine Zweidrittelmehrheit. Die Grünen wären dafür aber FDP, Linke und natürlich die AfD machen aus unterschiedlichen Gründen nicht mit und so bleibt es beim normalen Verfahren, das aufgrund vorgeschriebener Fristen länger bis zur Verabschiedung bracht.  Ich vermute, das Gesetz hätte ohnehin nur eine starke Wirkung entfalten können, wenn man es eingeführt hätte, nachdem es von der Wissenschaft im Februar eingefordert wurde. Aber man hat ja sowieso den Eindruck, dass die Politik erst dann den Vorberechnungen glaubt, wenn sie eingetroffen sind.

Manuela Schwesig aus Meck-Pomm prescht jetzt zusammen mit ihrer Regierung, dem Parlament und der Opposition vor und kombiniert ab Montag Impfen und Tests mit Ausgangs- und verschärften Kontaktbeschränkungen sowie Schulschließungen. Englische Studien haben ergeben, dass dies die wirkungsvollste Maßnahmenkombination ist, um die Zeit bis zur Herdenimmunität zu überbrücken. Kein Wunder, ist ja auch eine taffe Frau, würde jetzt unsere grüne Freundin Marianne V. aus G. sagen.

Mein Parteifreund Karl Lauterbach – neben Angela Merkel einer der wenigen wissenschaftsorientierten Politiker hat übrigens eine weitere wichtige Studie aus Großbritannien der deutschen Öffentlichkeit bekannt gemacht. Demnach sollen Asthmasprays (Budenosid) zu einem großen Teil schwere Infektionsverläufe verhindern, wenn man es spätestens drei Tage nach der Infektion zweimal am Tag anwendet. Fragt bei Bedarf die Hausärztin oder den Hausarzt, ob das sinnvoll ist.

Was sonst noch zu diesem Thema gesagt werden könnte, hat Martin Ganslmeier auf Tagesschau-Online gestern treffend kommentiert. Wer es nachlesen möchte: Unter dem Landboten zu finden.

In Hönnersum wollen wir neben der vorhandenen Bücher-Telefonzelle im Dorfgemeinschaftshaus einen öffentlichen Bücherschrank in der Dorfmitte aufstellen. Ich erwarte in den nächsten Tagen ein Angebot der Hildesheimer Jugendwerkstatt Labora. Die Volksbank hat uns einen Zuschuss zugesagt. Der Spielplatz in der Dorfmitte soll auf Wunsch von Eltern eine Spielkiste für Sandspielzeug erhalten. Der Bauhof füllt übrigens nächste Woche alle Sandkästen in der Gemeinde auf. Unser Ziel für die die nächste Wahlperiode: örtliche Maßnahmen realisieren im Kampf gegen Klimawandel und Artensterben. Gemeinsam für Hönnersum soll die Wählerliste heißen, die für alle Hönnersumerinnen und Hönnersumer offen steht, die sich im September wählen lassen möchten. Nähere Infos erfolgen in Kürze.  Alle Ortsbürgermeister unser Gemeinde (bis auf Borsum) haben sich bereits getroffen, um für ihre jeweiligen Dörfer die Organisation der gemeinsamen Wählerlisten zu regeln. Initiatoren dieser Aktion sind CDU und SPD. Selbstverständlich steht es allen anderen Parteien und Wählergemeinschaften offen, weitere Listen aufzustellen.

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

Euer Burkhard Kallmeyer

PS: Auf WhatsApp schwirren ja mehr oder weniger lustige Videos und Fotos zur Pandemie herum. Hier mein persönlicher Bilderrückblick "... trotz Corona"


Für Sie gelesen:

Notbremse mit voller Kraft ziehen!

TS-Online 16.04.2021 16:30 Uhr

Es ist richtig, dass einige Länder schon jetzt Konsequenzen ziehen und nicht auf die "Bundesnotbremse" warten. Deutschland braucht jetzt entschlossenes Handeln und kein Zögern und Zaudern.

Ein Kommentar von Martin Ganslmeier, ARD-Hauptstadtstudio

Es ist gut, dass endlich der Bundestag über die Corona-Notbremse debattiert hat. Ein offener Austausch im Parlament ist besser als die Kungelrunden hinter verschlossenen Türen zwischen Kanzlerin und Ministerpräsidenten. Und es ist gut, dass künftig bei hohen Inzidenzen bundeseinheitlich gehandelt werden soll.

Dennoch ist es bedrückend, wie lang die Verabschiedung des Gesetzes dauert und wie viel Zeit wir im Kampf gegen die dritte Welle schon verloren haben. Zuletzt gab es täglich mehr als 25.000 Neuinfektionen. Jeden Tag starben zwischen 200 und 300 Bundesbürger, viele von ihnen im besten Alter zwischen 40 und 60 Jahren. Die Hilferufe der Intensivmediziner werden immer verzweifelter. Zurecht hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundestag gemahnt: "Wer sind wir denn, wenn wir diese Notrufe überhören würden?" Und zurecht hat sie entschlossenes Handeln gefordert: Das Virus verzeihe keine Halbherzigkeiten.

Ein Zug, der auf den Abgrund zurast

Deutschlands Kampf gegen die dritte Welle der Pandemie leidet eben nicht unter zu viel "obrigkeitsstaatlichem Denken", wie die AfD kritisiert. Oder unter einer zu großen Einschränkung von Grundrechten, wie die Liberalen bemängeln. Dieser Kampf leidet viel mehr unter Zögern und Zaudern, immer neuen rechtlichen Bedenken und fehlender Entschlusskraft.

Es ist, als rase ein Zug auf den Abgrund zu. Aber statt die Notbremse zu ziehen, streiten sich Lokführer und Passagiere, wie man die Notbremse am besten zieht. Was Deutschland jetzt braucht, sind ähnlich entschlossene Maßnahmen wie beim ersten Lockdown vor einem Jahr.

Jeder Tag zählt

Ist es wirklich zu viel verlangt, dass wir das Land noch einmal für drei oder vier Wochen deutlich herunterfahren, um die verflixte dritte Welle zu brechen? Geschäfte schließen, die Schulen auf Distanzunterricht umstellen und nach 21 Uhr zu Hause bleiben? Warum sollte uns nicht gelingen, was Portugal, Irland und andere Länder geschafft haben?

Deshalb ist es gut und richtig, dass Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern die Notbremse jetzt schon ziehen und nicht abwarten, bis das Bundesgesetz hoffentlich Ende nächster Woche verabschiedet wird. Andere Bundesländer sollten sich anschließen! Jeder Tag zählt.

Wenn wir einmal noch vorübergehende Einschränkungen mit Disziplin ertragen, um die Inzidenzen deutlich zu senken, dann helfen uns bald das wärmere Wetter, die zunehmenden Impfungen und konsequentes Testen.