Liebe Freunde,

im Sommer 2020 hatte ich mich festgelegt: Donald Trump wird abgewählt. Wäre auch schlimm gewesen, wenn es nicht so gekommen wäre, denn gegen diesen Ex-Präsidenten sind die AfD-Granden „lupenreine Demokraten“, um mal einen Begriff aufzugreifen, mit dem ein nicht ganz unbekannter Hannoveraner einen nicht ganz unbekannten Politiker östlich von Deutschland charakterisiert haben soll.

Einen Tag vor der Bundestagswahl hingegen wage ich keine Voraussage. Die SPD würde jubeln, wenn sie aus ihrem 15-Prozent-Loch herauskommt und 25 Prozent erreicht.  Das war übrigens eine Partei, die mal locker über 40 Prozent der Stimmen einfing! Und die CDU würde erleichtert aufseufzen, wenn sie knapp vor der SPD läge. Die CDU kam mal gegen Helmut Schmidt auf 48 Prozent und konnte trotzdem nicht regieren, weil SPD und FDP zusammen auf 52 Prozent kamen. Heute gilt Schmidt bis in weite Kreise der CDU-Wähler als einer der herausragenden Kanzler. Viele seiner Zeitgenossen damals sahen es offenbar anders.

Eine Voraussage ist deshalb selbst für gewiefte Politikwissenschaftler und Umfrageinstitute unmöglich, weil noch nie soviele Koalitionsmöglichkeiten denkbar sind: Wenn man die AfD außen vorlässt, bleiben neun verschiedene Koalitionsmöglichkeiten übrig, sofern man den Umfragen trauen darf. Schätze die Zeit nach der Wahl wird erst mal richtig anarchistisch verlaufen! Von allen Möglichkeiten sind wohl die wahrscheinlichsten Kombinationen: Schwarz-Grün-Gelb oder Rot-Grün-Gelb. In dem einen Fall müssten die Grünen, in dem anderen Fall die FDP über ihren Schatten springen. Jedenfalls würde es mich nicht wundern, wenn Frau Merkel noch einmal die Weihnachtsansprache hält!

Vielleicht verkündet sie dann denn „Freedom Day“, von dem jetzt öfter die Rede ist. Ich schließe mich da den Fachleuten an, die so ein festes Datum für das Ende aller Corona-Einschränkungen für Blödsinn halten. Die Pandemie läuft erst dann aus, wenn der noch nicht geimpfte Teil der Bevölkerung infiziert ist oder sich doch größtenteils dazu entschlossen hat, sich impfen zu lassen. Logischer erscheint mir da Karl Lauterbachs Vorschlag: Erst wenn 85 Prozent der Bevölkerung geimpft ist, kann man die meisten Einschränkungen fallen lassen.

Kommunalwahlen in Hönnersum. 527 Wähler gibt es in unserem Dorf, 380 haben gewählt. Das sind 72,11 %. Darauf können wir stolz sein. Für die Kandidaten im Gemeinderat haben gestimmt: 48,77 % SPD, 31,87 % CDU, 7,61 % Grüne und Bündnis für Borsum 11,74 %. Aus Hönnersum ziehen in den Gemeinderat Iris Grondke (SPD), Anna-Lena Lorenz (CDU) und Konrad Helmsen (Bündnis für Borsum). Alle Ergebnisse aus Harsum findet man auf www.harsum.de

Im Ortsrat sind neben mir vertreten: Iris Grondke, Anna-Lena Lorenz, Niklas Gieseler und Detlef Klante. Was mich besonders freut: Alle (auch die leider nicht Gewählten) haben ein gutes Ergebnis erzielt. Wie sagte eine Hönnersumerin: „Mir gefallen alle. Ich möchte diesmal am liebsten jedem eine Stimme geben!“ Die erste Sitzung des Ortsrates findet am 10. November statt. Neben den üblichen Wahlen muss diesmal auch ein/e Kinderbeauftrage/r gewählt werden. Das ist eine der Voraussetzungen für die Erlangung des Siegels „Kinderfreundliche Kommune“.

Wie ich oben schon sagte: Bei der Bundestagswahl lege ich mich nicht fest. Wohl aber bei den Top-Ten der Urlaubsziele in Deutschland. Zu sehen in meiner heutigen Fotoshow. Niedersachsen habe ich dabei ausgelassen. Hier der Direktzugriff zu der Fotoserie.

Ich wünsche einen spannenden Wahlonntag. Ob man den ersten Progrnosen nach 18 Uhr glauben darf, ist angesichts der zahlreichen Briefwähler mit einem Fragezeichen zu versehen. Vielleicht wird es ein ähnlich langer Wahlabend wie 1969, als der Wahlsieger erst weit nach Mitternacht stattfand. Das war übrigens letzte Bundestagswahl, an der ich nicht mitwählen durfte. Ich wurde erst vier Wochen später volljährig und das war man damals mit 21!

Ihr/Euer Burkhard Kallmeyer


Unsere Bundeskanzler seit 1949 - Who ist next?


 

Liebe Freunde!

          Jetzt ist Impfstoff in Hülle und Fülle da. Theoretisch wäre es möglich, die noch Ungeimpften in Deutschland innerhalb weiniger Wochen alle zu impfen. Leider bleibt die Impfkampagne weiter hinter den Erwartungen zurück. Schätzungsweise 20 Millionen Menschen haben sich aus vielerlei Gründen bislang nicht zu einer Impfung durchringen können, obwohl sie es könnten. Innerhalb dieses knappen Drittels unserer Bevölkerung breitet sich das Virus nach der viel zu kurzen Sommerpause immer schneller aus. Die Virologen sprechen jetzt von einer Pandemie der Ungeimpften.

          Und das Virus ist noch immer nicht zu hundert Prozent entschlüsselt. Wir wissen nicht, ob es neue Varianten geben wird, die den Impfschutz zunichte machen. Nicht geklärt ist zudem die Frage, wie lange der Impfschutz anhält. Wahrscheinlich wird die Diskussion um eine Auffrischung bald an Fahrt aufnehmen. Ebenso leider auch die Diskussion um neuerliche Einschränkungen, wenn sich mit Beginn der dunklen Jahreszeit das Virus wieder schnell ausbreiten sollte.

           Aber selbst wenn wir es schaffen, dass  80 oder gar 90 Prozent der Bevölkerung geimpft ist, ist die Gefahr ja nicht vorüber, da ja in weiten Teilen der Welt die große Mehrheit noch nicht geimpft ist und neue Varianten auch bei uns sich wieder ausbreiten. Wir haben ja an Delta gesehen, wie schnell das geht. All diese Unsicherheiten zerren an den Nerven. Lernen mit dem Virus zu leben? Das werden wir wohl müssen. Aber einfach ist es nicht.

          Zum Bundestagswahlkampf sage ich mal lieber gar nichts. Ich fürchte, jetzt geht auf den letzten Metern ein Hauen und Stechen los wie wir es vor fünf Jahren im Kleinen in Harsum erlebt haben. Hoffentlich irre ich mich, denn unserer Demokratie tut das nicht gut.

           Keine großen Überraschungen wird es bei der Kommunalwahl in unserer Gemeinde geben, vermute ich. Die Bürgermeisterwahl ist ein Selbstläufer, da ja der SPD-Kandidat von 2016 nun auch von der CDU unterstützt wird. Mit Marcel Litfin verbindet mich ein freundschaftliches Verhältnis und ich sage ganz offen: Er ist ein Glücksfall für unsere Gemeinde. Im Rat erwarte ich höchstens kleinere Verschiebungen. Ich bin jedenfalls froh, dass es uns gelungen ist, über die Parteigrenzen hinweg im Großen und Ganzen vertrauensvoll  zusammenzuarbeiten. Das war früher ganz anders und die HAZ freute sich immer, die Streitigkeiten in Harsum in der Zeitung breit zu treten. Für den Hönnersumer Ortsrat ist es eine gute Nachricht, dass wir ein ausgezeichnetes Team für die Wahl zusammen bekommen haben. Ich freue mich jedenfalls, dass neben bereits bewährten Kräften neue und junge Kandidaten dazugekommen sind, die sich gerne in Hönnersum noch stärker engagieren möchten. Wer nochmal nachschauen möchte, kann hier die Bewerberliste aufrufen.

          Wer mal durch das Dorf gefahren ist, dem wird vielleicht aufgefallen sein, dass an der Schülerbushaltestelle ein öffentlicher Bücherschrank steht. Er wurde von der Jugendwerkstatt Hildesheim gebaut und aufgestellt. Die Volksbank Harsum hat sich an den Kosten mit 500 Euro beteiligt. Vielen Dank! Und dann haben wir einen Vorschlag von Anna Hiller umgesetzt: Auf dem Spielplatz in der Dorfmitte steht eine Kiste mit Sandspielzeug, damit man nicht mehr selbst etwas mitbringen muss. Gerne können aber Spielzeugspenden dort zurück gelassen werden.

          Heute eine Fotoserie vom Bau unseres Mehrzweckgebäudes. Es wurde 1996 eingeweiht – also vor genau 25 Jahren. Das Gebäude belastete damals den Gemeindhaushalt mit weniger als 100.000 Mark! Der Rest wurde über Zuschüsse und Eigenleistungen finanziert. Neben dem Bau des Kindergartens war es der größte Kraftakt, den unser kleines Dorf erbracht hat.

          Treibende Kräfte waren damals Ortsbürgermeister Heinrich Kiel, Bernie Deister und  Allo Kliemann. Ich selbst war Schriftwart und für die Organisation der Malerarbeiten zuständig. Gerne erinnere ich mich an folgende Episode: Ich hatte unter der Woche in meinem Carport Abschlussleisten blau gestrichen. Dazu verwendete ich einen Lack, der von meinem eigenen Hausbau übrig war. Als ich die Leisten dann am folgenden Samstag zur Halle brachte, protestierte der Architekt, weil das nicht der von ihm festgelegt RAL-Ton Blau war und ich musste die Leisten wieder mitnehmen mit dem Auftrag, diese umzulackieren. Eine Woche später dann der Architekt: „Ja, so wollte ich sie haben!“ Geändert hatte ich aber nichts – nur die Latten hin und her transportiert!

          Jetzt am Sonnabend nun die erste „Großveranstaltung“ in Hönnersum seit über einem Jahr: Das Bosselturnier. Ich wünsche allen Beteiligten und Zuschauern viel Spaß und freue mich schon auf die Bratwurst!

Ihr/Euer Burkhard Kallmeyer


 Liebe Freunde!

          Die Sommerpause neigt sich dem Ende zu und ich melde mich wieder mit unserem Hönnersumer Landboten. Zwei Wochen abschalten in den bayrischen Alpen und am Bodensee taten richtig gut. Einer der schönsten Momente: An einem Regentag in der trockenen Bauernstube eines Freilichtmuseum am Kochelsee der Musik von drei Damen aus Pfaffenhofen, Regensburg und Großweil lauschen. Wer will kann sich eins der Musikstücke hier anhören. Die drei Damen haben sich übrigens bei einem Auftritt auf der Expo in Hannover kennen gelernt und treffen sich seitdem jährlich zum gemeinsamen Musizieren. Heinrich Zille sagte einmal: "Es gibt viele Dinge auf der Welt, die wenig Geld kosten. Und oft sind die am Schönsten."

          Pause haben die Ereignisse um uns herum leider nicht gemacht. Im Gegenteil. Wenn man in früheren Jahren von Überschwemmungen in Bangladesch hörte oder von Dürrekatastrophen, Bränden, Stürmen weit weg, dann lehnte man sich bei uns zurück und dachte: Gut das wir in diesem Teil der Erde leben. Die Ahr hat uns gezeigt, dass es auch bei uns ganz Dicke kommen kann und wird. Ernüchterndes Fazit der Bundeskanzlerin nach 16 Jahren Regierung: „Wir haben nicht genug gegen den Klimawandel getan.“ Ähnlich deprimierend ihre Einschätzung nach 20 Jahren Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Der Abzug der Amerikaner und der Alliierten hat etwas Demütigendes an sich und fühlt sich wie eine Kapitulation an. Den Soldaten der Bundeswehr gebührt Dank, Respekt und Anerkennung, was sie in diesen letzten Tagen in Kabul geleistet haben. Aber zurück bleiben Tausende, deren Schicksal höchst ungewiss ist.

          Die Corona-Pandemie hat bei uns nur eine kurze sommerliche Verschnaufpause eingelegt und breitet sich jetzt rasant vor allem unter den Ungeimpften aus. Das neue Schuljahr kann zudem wie ein Brandbeschleuniger wirken. Kein Wunder: Denn außer Masken und Lüften haben die Länder an Zusatzmaßnahmen nichts zustande gebracht. Die Kommunen allein können jedenfalls die Anschaffungskosten für Lüftersysteme nicht stemmen zumal die Lieferzeiten lang sind.

          Vier Wochen noch bis zur Bundestagswahl. Und das Ergebnis ist völlig ungewiss. Laschet, Baerbock, Scholz – noch kann es jeder werden, denn jede Dreierkoalition scheint möglich.

In der Partei, deren Mitglied ich bin, herrscht dank der gestiegenen Umfragewerte eine Aufbruchstimmung, wie ich sie seit fast 20 Jahren nicht mehr verspürt habe. Keine schlechte Voraussetzung für den Wahlkampfendspurt. Gespannt bin ich auf die Fernsehduelle der drei Kandidaten oder besser Kandidat*innen wie es ja seit einiger Zeit in den Nachrichten heißt. Und Duell passt ja auch nicht sondern es muss Triell heißen. Noch so ein Wort, das bisher nicht zu unserem Wortschatz gehörte. Heute Abend geht es los.

           Bereits in zwei Wochen, also am 12. September, stellen sich bei der niedersächsischen Kommunalwahl die Kandidaten und Kandidatinnen der Bevölkerung. Briefwähler wissen es bereits: sie bekommen 5 Stimmzettel. Jeweils drei Kreuze dürfen Sie bei den Ortsräten, dem Gemeinderat und dem Kreistag vergeben und auf eine oder mehrere Personen verteilen. Für den Bürgermeister und den Landrat darf nur ein Kreuz vergeben werden. Da unser Bürgermeister keinen Gegenkandidaten hat, heißt es da schlicht Ja oder Nein. Was die einzelnen Parteien eigentlich wollen habe ich für Sie zusammengestellt, Sie können es hier nachlesen oder über die Startseite der Homepage. Die Kandidatinnen und Kandidaten für den Hönnersumer Ortsrat können sie hier aufrufen.

          Nach über einen Jahr Zwangspause richtet der Heimatverein Hönnersum am Tag vor der Kommunalwahl ein Boßelturnier aus. Die Einladung finden Sie hier.

Ich wünsche einen schönen Sonntag.

Ihr/Euer

Burkhard Kallmeyer,

Ortsnürgermeister Hönnersum


 Liebe Freunde!

Die Inzidenzwerte haben sich erfreulich nach unten entwickelt und sind schon lange nicht mehr die Topmeldung in den Nachrichtensendungen. Endlich sind auch Restaurantbesuche, Urlaubsfahrten und kleinere Feiern wieder drin – wenn auch mit Einschränkungen und oft mit Maske. Gestern in einem Hildesheimer Cafe saß am Nachbartisch ein Ehepaar, das sich weigerte, den Meldeschein auszufüllen. Begründung: Das ist alles vom Staat eingeführt worden, um uns zu überwachen und um uns schlussendlich einer Zwangsimpfung zuzuführen. Klar ist: Je mehr sich impfen lassen, je besser können wir weiteren Pandemiewellen entgehen. Die Amerikaner locken ja inzwischen mit Rubbellosen und kostenlosen Burgermenus. Ich denke, da könnten wir mithalten. Wie wäre es mit drei Tagen Übernachtung in Wildemann? Mit fallen da noch einige Orte ein, die sich über eine Steigerung der Übernachtungsgäste freuen würden. Spaß beiseite: Ob die Pandemie sich dem Ende zuneigt oder ob der Virus nur neue Kraft schöpft, ist leider noch nicht abzusehen. Vorsicht bleibt also weiterhin die Mutter der Porzellankiste.

Mit Sicherheit lässt sich allerdings sagen, dass die GroKo im September am Ende ist. Kaum einer hätte geglaubt, dass sie die Wahlperiode durchhält. Ich finde, sie war besser als ihr Ruf und sie hat einiges auf den Weg gebracht, das man ihr nicht zugetraut hätte. Spontan fällt mir ein der Kohleausstieg, die Grundrente, das verschärfte Klimapaket, die Pflegereform, die verschärften Regeln in der Fleischindustrie. Und ohne die großzügigen Kurzarbeiterregelungen wären die Auswirkungen der Pandemie noch verheerender gewesen. Mein Freund Bernd Westphal, unser MdB, könnte die Liste sicherlich noch erheblich verlängern. Alle - oder doch die meisten - der Reformprojekte kommen aus der SPD-Ecke. Aber ich fürchte – Stand heute – selbst wenn die SPD für eine Verdoppelung des Kindergeldes oder für zwei Monate bezahlten Urlaub gesorgt hätte, würde das keine Auswirkungen auf ihre bescheidenen Umfragewerte haben. Ob die Grünen der CDU mehr abringen werden, wage ich zu bezweifeln. Zumal dann, wenn die FDP mit im Boot sitzt. Aber warten wir ab – immer nach dem Motto: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

Jetzt aber freue ich mich auf den ewigen Klassiker England gegen Deutschland im Wembley-Stadion. Wie auch immer das Spiel ausgeht, eins steht fest: Sollte es das letzte Spiel unter Jogi Löw sein, dann ist der „heilige Rasen“ von Wembley sicherlich ein würdiger Ort.

 Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt summt und brummt es in den örtlichen Parteien, denn am 26. Juli ist Einsendeschluss für die Listen zu den Ortsrats- und Gemeinderatswahlen. Was Hönnersum anbelangt, weiß  ich bisher von drei Kandidaturen für den Rat plus einem weiteren Kandidaten, der aber für das Bündnis für Borsum kandidiert. Mal sehen, ob noch weitere Bewerber hinzukommen.

Vorsichtig und noch zögerlich kommt das Dorfleben wieder in Gang. Der Heimatverein Hönnersum plant bereits, seine Aktivitäten wieder hochzufahren. Begonnen werden soll mit einem Bosselturnier am 11. September. Die Einladung ist in Arbeit.

 Ein Sommerfest für alle organisiert die SPD in unserer Gemeinde im Biergarten der Gaststätte Kleinherr in Asel. Eine bekannte Hildesheimer Band ist engagiert worden, damit endlich mal wieder Pop-, Rock- und Folk-Music live gehört werden kann. Für die Kleinen wird eine Hüpfburg aufgebaut. Und das alles bereits am kommenden Samstag, den 3. Juli ab 11 Uhr. Der Eintritt ist frei, Getränke und Essen muss selbst bezahlt werden. Entsprechend der Corona-Regeln ist die Teilnehmerzahl auf 100 begrenzt; Masken beim Toilettengang und auf dem Weg zu Toilette sind verpflichtend.

Urlaub dieses Jahr – wenn überhaupt – in Deutschland? Dann schaut in meine Fotoserie „Weltreise Deutschland“ mit Doppelgängern berühmter Reiseziele.

Der Landbote wünscht einen erholsamen Sommer und erscheint nach einer Sommerpause wieder. Bis dahin alles Gute, Euer Burkhard Kallmeyer


Liebe Freunde!

Alpha, Beta, Gamma, Delta. So werden jetzt die Corona-Varianten politisch korrekt genannt. Statt indischer Variante, heißt es jetzt Delta-Variante, Und weil keiner was damit anfangen kann, fügt man hinzu: die zuerst in Indien entdeckt wurde. Jetzt ist diese Variante also auch in Hildesheim angekommen und ein Schüler reichte aus, um gleich über ein Dutzend weitere Mitschüler anzustecken. Wir freuen uns alle, dass die Infektionszahlen so drastisch gesunken sind und genießen die Lockerungen. An diesem Donnerstag hatten sich nur noch knapp 3.200 Menschen in Deutschland neu infiziert. Vor genau einem Jahr waren es knapp 2.300 – allerdings innerhalb einer Woche und die Inzidenz lag im Juni 2020 bei sagenhaften 2,5! Mit anderen Worten: Wir gingen mit fast zehnmal so niedrigen Werten in die Sommerferien, Und da war an Impfen noch nicht zu denken. Überstanden ist die Pandemie also noch lange nicht und es bleibt abzuwarten, wie sich die Zahlen im September und Oktober entwickeln und hoffentlich müssen wir nicht noch weitere griechische Buchstaben lernen!

Das gilt auch für die Bundestagswahl. Eben waren die Grünen noch im Höhenflug mit einer strahlenden Kandidatin und jetzt bleibt nach den neuesten Umfragen wieder nur eine Juniorpartnerschaft oder gar eine Jamaika-Koalition. Eine übersehene Einkommensquelle, ein paar geschönte Lebenslaufeinträge in Verbindung mit 16 Cent Benzinpreiserhöhung reichten aus, dass sich wieder etliche Wähler in andere Richtungen bewegten. Siehe Sachsen-Anhalt! Dabei wissen die meisten, dass wir um drastische Einschnitte nicht herumkommen, wenn wir dem Klimawandel begegnen wollen. Ich vermute aber, dass es nicht wenige geben wird, die sich in der Wahlkabine sagen, die Einschnitte sind notwendig aber jetzt wursteln wir uns die nächsten vier Jahre noch mal durch.

Ein Wort zu den Benzinpreisen. Die Erhöhungen, die bereits erfolgt sind und noch erfolgen werden sollen ja an anderer Stelle ausgeglichen werden. So richtig glauben mag das niemand. Wenn man stattdessen sagen würde: Wir erhöhen den Benzinpreis um einen Euro und dafür sind Busfahrten kostenlos und die Bahnfahrt bis 150 km kostet 5 Euro und darüber 10 Euro – davon würden die Richtigen profitieren!

Die Wählervereinigung „Gemeinsam für Hönnersum“ ist gegründet worden. An dieser Stelle möchte ich die Namen der Kandidatinnen und Kandidaten nicht bekannt geben – nur soviel: das Durchschnittsalter beträgt 43 Jahre obwohl – soviel sei verraten – ich auch auf der Liste stehe und das Durchschnittsalter gehörig nach oben ziehe.

Die nächste Ortsratssitzung kann nun doch erst am 15. Juli stattfinden. Bisher sind folgende Themen in der Pipeline: Photovoltaik auf dem Mehrzweckgebäude, Blühinseln im und um das Dorf, Betreuung des Bücherschrankes, Kinderfreundliche Kommune, dringende Renovierungen, Regionaler Radverkehrsplan, Spendenverwendung, Mittelanmeldungen 2022 und Folgejahre.

Nochmal zu Sachsen-Anhalt. Das Land stand ja eine Woche im Blickpunkt der Medien. Ich habe das zum Anlass genommen, das Land in einer Fotoserie vorzustellen. Titel: Sachsen-anhalt: unser unbekannter Nachbar. Viel Spaß beim Durchklicken!

Herzliche Grüße, Burkhard Kallmeyer


 Liebe Freunde!

Im Januar verkündete Karl Lauterbach, sonst eher als Warner und Mahner bekannt, auf seiner Twitter-Seite: „Das wird ein super Sommer!“ und Anfang April prognostizierte er, dass Ende Mai die Inzidenzzahlen bei 50, wenn nicht darunter liegen werden. Ich wagte es nicht, an dieser Stelle dies zu verkünden, lagen die Zahlen damals bei 2, 3 und bis zu 500 in einigen Gebieten. Bundesweit liegen wir heute tatsächlich bundesweit bei 35, in Niedersachsen und in Hildesheim noch weit darunter. Diese erfreuliche Entwicklung hat mehrere Ursachen: An erster Stelle ist das disziplinierte Verhalten der meisten  Menschen zu nennen, eben jene, die mit Unverständnis auf die zahlreichen Demonstration einer Minderheit blicken. Dann war die Bundesnotbremse eine Hilfe, da man endlich das Gefühl hatte, es gibt einheitliche Regeln für alle. Verstärktes Testen und Impfen war ein weiterer Grund. Immerhin sind jetzt über die Hälfte der Menschen zumindest einmal geimpft. Dabei spielte diesmal nicht wie im Vorjahr das Wetter in die Karrten. April und Mai waren kühl und regnerisch.

Trotzdem läuft nicht alles rund. Nach dem Maskenskandal, wo sich viele eine goldene Nase verdienten (darunter leider auch Politiker), kommen jetzt Betrügereien beim Testen an Tageslicht. Die Hürden, ein Testzentrum zu eröffnen, sind denkbar gering und sie sind ja auch wie Pilze aus dem Boden geschossen. NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung haben gemeinsam recherchiert und haben anhand heimlicher Zählungen festgestellt, dass mehr Tests an die Gesundheitsämter gemeldet wurden, als durchgeführt wurden. Und zwar ziemlich ungeniert. In einem Testzentrum in Köln wurden an einem Tag 80 Personen gezählt, gemeldet wurden 422, in Essen waren es 550 und 1743 wurden gemeldet (Quelle: Tagesschau-online vom 27.5.21). Beide Testzentren gehören einem Unternehmer, der im Immobiliengeschäft tätig ist. Und hier geht es nicht um Peanuts sondern um Millionen. Für jeden Test werden 18 Euro aus Steuergeldern erstattet. Gemeldet müssen laut Verordnung nur die Zahlen, keine genauen Angaben, die eine Kontrolle zulassen würden. Der liebe Datenschutz hat hier mal wieder zugeschlagen. Das Gute an einer Demokratie: Die meisten Unregelmäßigkeiten und Skandale kommen am Ende doch raus – auch dank unserer unabhängigen Medien.

 Neben meiner Familie gibt es nicht viele Menschen, mit denen ich mehr Zeit verbracht habe als mit Engelbert Bodenburg aus Borsum, meinem Busfahrer von der Firma Hanne aus Rautenberg. Mehrtagesfahrten mit meinem RBG-Kollegium, Schülerfahrten, Seniorenfahrten in Hönnersum und Vereinsausflüge. Unsere Fahrten führten uns in die Heide, ins Alte Land und Teufelsmoor, in den Harz, nach Hannover und von Leipzig bis Hamburg, von Würzburg bis Bremerhaven, von Dessau bis Münster ließen wir kaum eine Stadt aus, die wir nicht mit ihm besichtigt haben. Da kommen locker 30 bis 40 Fahrten zusammen und wir beide haben viele Stunden im Gespräch verbracht. Jetzt ist Engelbert unerwartet verstorben. Wir haben ihn auf unseren vielen Fahrten als feinen Menschen kennen gelernt, mit dem man ausgesprochen gern zusammen war. Meine heutige Fotoshow zeigt einen kleinen Ausschnitt von unseren gemeinsamen Reisen.

 

Am kommenden Dienstag, den 1. Juni um 19 Uhr soll unsere gemeinsame Ortsratsliste aufgestellt werden. Zu dieser Veranstaltung sind alle herzlich eingeladen. Ich selbst beabsichtige weiterhin zu kandidieren. Für den Rat der Gemeinde Harsum werde ich allerdings nicht mehr kandidieren, da ich ein größeres Zeitfenster für einige private Projekte haben möchte. Hönnersum soll – falls es der Wähler wünscht- in Zukunft von Iris Grondke und Detlef Klante im Rat vertreten werden. Somit wäre eine gute Verbindung zwischen Ortsrat, Rat und Verwaltung weiterhin gewährleistet.

Ich wünsche einen hoffentlich warmen und sonnigen Juni!

Euer Burkhard Kallmeyer

 Liebe Freunde!

Anfang der Woche reichte bei einem Zahnarztbesuch gründliches Händewaschen, um behandelt zu werden. Einen Tag später bei einem Fußpflegetermin hingegen reichte nicht mal wie bisher gründliches Waschen der Füße sondern da musste ein amtlich beglaubigtes negatives Testergebnis vorgelegt wegen. Vorsichtshalber habe ich mich vor dem Gang zur Apotheke zuhause schon vorgetestet, um keine unliebsame Überraschung zu erleben. Am Ende wird man sonst von der Apotheke gleich abgeführt!

Erfreulicherweise sinken die Infektionszahlen seit vier Wochen langsam aber stetig. Diszipliniertes Verhalten, die Bundesnotbremse (was für ein Wort!), mehr Impfungen und das wärmere Wetter zahlen sich aus. Ein Blick auf die Staaten, die mit den Impfquoten vorne liegen zeigt, dass bei einer Erstimpfquote von 50 %  die Zahlen entscheidend runter gehen. Und 50 Prozent müssten wir spätestens Mitte Juni erreichen – vorausgesetzt es wird genug geliefert. In den nächsten zwei Wochen werden die zugesagten Lieferungen wahrscheinlich hauptsächlich für die notwendigen Zweitimpfungen benötigt werden. Grund zur Entspannung ist das aber noch lange nicht, denn im Schnitt stecken sich immer noch über 10.000 Menschen täglich an, die Todeszahlen liegen noch immer im dreistelligen Bereich und auf den Intensivstationen liegen noch knapp 5.000 Menschen. Und auch die indische Variante muss im Auge behalten werden und kann allen Lockerungen im Wege stehen.

Es ist also noch lange nicht der Zeitpunkt gekommen, ein Fazit zu ziehen.

Auf bundespolitischer Ebene ist das aber eher möglich, denn so langsam dringt durch, dass die Ära Merkel im September sich dem Ende zuneigt.  Okay, offiziell am 21. September aber es kann sich auch noch weit bis ins nächste Jahr hinziehen. Koalitionsverhandlungen können lange dauern, wie man 2017 gesehen hat, wo meine Partei, die SPD, am Ende zähneknirschend eingesprungen ist, weil CDU, Grüne und FDP sich nicht einigen konnten. Erst das Land, dann die Partei – eigentlich das Motto der SPD seit ihrer Gründung vor 160 Jahren. Es hat dem Land – jedenfalls meistens – gut getan.

 Fazit der 16 Merkel-Jahre? Eigentlich eine Abfolge von Krisen und deren Bewältigung. Finanzkrise, Eurokrise, Flüchtlingswelle, Brexit und jetzt die Pandemie. Daneben der Atomausstieg, Ukrainekonflikt und der furchtbare Syrienkrieg. Ich fand es immer bewundernswert, mit welcher Ruhe und Gelassenheit Frau Merkel regierte und sich im entscheidenden Moment – und wieder: jedenfalls meistens – die richtigen Beschlüsse fasste. Gefallen hat mir auch ihre bescheidene Art. Während die anderen EU-Häuptlinge in Brüssel ihr Festmahl einnahmen, spazierte sie einmal zum Marktplatz von Brüssel und bestellte sich Fritten (siehe Foto). Was mir aber jetzt, schon fast im Rückblick, auffällt: Beschlüsse wurden nie konsequent umgesetzt.

Beispiel Atomausstieg (eigentlich war das nur eine Rückkehr zu den Entscheidungen der Schröder-Regierung): Der Ausbau der erneuerbaren Energieformen geht nur schleppend voran, Stromtrassen fehlen, von Stromspeichern ganz zu schweigen.

Beispiel Eurokrise: Inzwischen wächst eine ganze Generation heran, die gar nicht mehr weiß, was Zinsen sind. Und das wird auch so bleiben, denn sonst könnten die meisten hoch verschuldeten Staaten Europas ihre Schuldzinsen nicht mehr bedienen.

Beispiel Flüchtlinge: Ich persönlich fand es großartig, wie beherzt 2015 gehandelt wurde. Ich bin sicher, dass später einmal in den Geschichtsbüchern stehen wird, dass Deutschland mit Taten etwas von der Schuld zurückgezahlt hat, die Deutschland vor 1945 zu verantworten hat. Betrüblich allerdings, dass der Rest Europas nicht mitgezogen hat und die Situation in den Lagern Griechenlands und sonst wo ist seit Jahren mehr als beschämend.

Innenpolitisch ließ Frau Merkel eigentlich die SPD schalten und walten. Mindestlohn, Familiengesetze, Kindergartengesetz, Mütterente, Grundrente sind Themen, die die SPD durchgesetzt hat. Und die Verbesserung des Klimaschutzgesetzes diese Woche konnte nur deswegen so schnell gelingen, weil es eigentlich schon lange fertig in der Schublade von Svenja Schulze lag. 

Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Wahl ausgehen wird. Bis zum September kann sich noch vieles ändern.  Eine Konstante, so fürchte ich, wird aber bleiben: Die nächste Krise kommt bestimmt – und dann müssen all die schönen Programme der Parteien (wobei die CDU noch gar keins hat!) schnell der Realität angepasst werden.

 Vielen Dank Tobias Niemann vom Heimatverein, der mit seinem "Team" heute die Blumenkübel in der Löwenberger Straße bepflanzt hat, da die bisherige "Gärtnerin" dieses Jahr verhindert ist.

Vierzehn Tage vor den Bundestagswahlen sind ja auch Kommunalwahlen in Niedersachsen. Kein schöner Zeitpunkt aber was will man machen? In Hönnersum, wie auch in den anderen Dörfern unserer Gemeinde, wird es für die Ortsräte keine CDU- und SPD-Listen mehr geben sondern eine Wählervereinigung „Gemeinsam für Hönnersum“. Iris Grondke, Detlef Klante und ich beabsichtigen, zu kandidieren und es konnten erfreulicherweise auch schon weitere Bewerber*innen gefunden werden. Mehr dazu nach dem 1. Juni. Dann kommt es im Mehrzweckgebäude um 19 Uhr zur Gründungsversammlung und zur Listenaufstellung.

Schluss für heute, denn nächste Woche wollen wir nach langer Zeit wieder einmal nach Rinteln fahren, um unsere Gräber dort aufzusuchen. Und daher wird in den kommenden Tagen viel Zeit benötigt, um sich in die Corona-Regeln des dortigen Landkreises einzuarbeiten!

Es grüßt herzlich und wünscht schon jetzt ein frohes Pfingstfest,

Euer Burkhard Kallmeyer

Heute die Fotoserie "Berggarten Hannover" mit vielen Bonusfotos von Dorfausflügen. Der Berggarten ist im Mai ein besonders lohnendes Ziel. Und noch ein Hinweis: Toiletten sind vorhanden, Masken müssen nur an der Kasse getragen werden und schräg gegenüber im Georgengarten gibt es Getränke "to go"!

 Liebe Freunde!

Kaum ist die bundesweite „Notbremse“ in Kraft getreten, dürfen wir sie in unserem Landkreis Hildesheim auch schon kennen lernen:

­          Ausgangsverbot von 22 – 5 Uhr morgens (bis Mitternacht darf man aber noch alleine mit dem  Hund raus oder die Mülltonne aufsuchen).

­          In die Wohnung darf man nur noch eine Person lassen (plus Kinder unter 14)

­          Kitas gehen wieder zurück auf Notbetreuung

­          Grundschulen bleiben im Wechselunterricht

­          Schulen ab 5. Klasse müssen sich mit Distanzlernen begnügen (außer Abschlussklassen)

­          Im Einzelhandel und Baumärkten, beim Friseur oder bei der Fußpflege (außer Supermärkten etc) muss ein negativer Schnelltest vorgelegt werden aus einem Testzentrum.

Tja, alles hängt von den Inzidenzwerten ab – ein Wort, das mir vor gut einem Jahr überhaupt nichts sagte und fast so schwierig zu erklären ist wie die Abseitsregel im Fußball. Es handelt sich um die Zahl der Neuerkrankten pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Unser aktueller Wert in Deutschland liegt bei ca. 150 mit sinkender Tendenz. Das bedeutet, dass pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche 150 Personen neu erkranken. Das sind zwar nur 0,15 % macht aber bei ca. 83 Millionen Einwohnern 124.500 Neuerkrankungen pro Woche aus.

Entscheidend bei der Entwicklung ist der sogenannte R-Fakor, also die Höhe der Ansteckungsrate. Liegt sie bei 1, bleiben die wöchentlichen Zahlen konstant. Liegt sie bei 1,1 stecken 10 Erkrankte weitere 11 Personen an. Klinkt nicht sonderlich beunruhigend, bedeutet aber, dass sich die Fallzahlen innerhalb von vier Wochen verdoppeln. Umgekehrt würden sich bei einem R-Faktor von 0,9 die Zahlen im gleichen Zeitraum halbieren. Bei 0,7 schon innerhalb einer Woche! Akteull liegt der Wert bei 0,94 in Deutschland.

Die aktuellen Maßnahmen von Bund und Ländern reichen bisher gerade mal so hin, dass die Zahlen wenigstens leicht sinken – trotz immer schneller steigenden Impfzahlen. Inzwischen sind in meinem Freundes- und Verwandtenkreis mehr Geimpfte als Ungeimpfte. Meine optimistische Prognose vor ein paar Wochen, dass bis zum Sommer die meisten zumindest die Erstimpfung erhalten könnten, kann sich durchaus bewahrheiten. Und wer mal im Impfzentrum war, kann bestätigen, dass dort alles sehr professionell und kompetent abläuft. Der entscheidende Schub wird aber von den Hausärzten kommen. Unsere Hausärzte vor Ort impfen inzwischen auch außerhalb ihrer Sprechstunden was das Zeug hält. Vielen Dank!

Solange der Impfstoff aber knapp ist, sollte aber die Impfpriorisierung beibehalten werden, meint Vizekanzler Olaf Scholz. Als Grund nannte der SPD-Politiker, dass bereits die Lockdown-Maßnahmen die unteren Einkommensklassen "deutlich härter getroffen" hätten als die Besserverdiener. "Wer mit Kindern in einer engen Wohnung lebt, für den sind die Einschnitte schmerzhafter als für Privilegierte in Villenvororten", sagte Scholz.

Eine Aufhebung der Impfpriorisierung könne zur Folge haben, dass wohlhabende Menschen mit guten Netzwerken und Verbindungen zu Ärzten eher einen Termin für eine Impfung erhalten. Einzig und allein die Priorität sei entscheidend, so Scholz. "Niemand hat etwas davon, wenn die noblen Vororte durchgeimpft sind, aber die Pandemie in den sozialen Brennpunkten weiter grassiert."  Auch Bundessozialminister Hubertus Heil warnte vor einer sozialen Spaltung. Er unterstützt daher den Vorschlag von "Impfmobilen" in sogenannten sozialen Brennpunkten: Es sei "eine ausgezeichnete Idee", mobile Teams in solchen Regionen einzusetzen, beispielsweise Busse.

Vor allem denke ich, muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Ich schätze ca. 60 bis vielleicht 70 % der Bevölkerung würde sich gerne lieber heute als morgen impfen lassen, während 30 bis 40 Prozent eher zögerlich bis ablehnend sind. 80 Prozent sollten es aber schon sein, wenn man die sogenannte Herdenimmunität erreichen will.

Viel ist in den letzten Monaten vom „Staatsversagen“ die Rede gewesen. Wer selbst Gelegenheit hatte, ein Impfzentrum zu durchlaufen weiß, dass das so nicht stimmt. Gemeinden, Kreis, Land und Bund arbeiten hier zusammen, das Rote Kreuz, ASB und andere sowie die Bundeswehr sind eingebunden. Dazu jede Menge Ärzte für die Gespräche. Auch die Lieferketten zu den Hausarztpraxen funktionieren inzwischen reibungslos. Hier vor Ort konnten wir jetzt schon mehrfach mobile Impfzentren anbieten. Das ist viel Arbeit für die Verwaltung und auch die gewählten Ortsbürgermeister. Wir machen das alle gerne! Und es kommt hinzu: Die wichtigsten Impfstoffe sind hier in Deutschland entwickelt worden bzw. stehen kurz vor der Zulassung und werden hier auch produziert. Darauf sollten wir auch ein wenig stolz sein.

 Am 17. Juni findet die nächste Ortsratssitzung statt. Auf der Tagesordnung: Photovoltaik auf dem Mehrzeckgebäude, mehr blühende Büsche auf Spielplätzen und auf der Labyrinthwiese (Insekteninseln) und Standortfestlegung für einen öffentlichen Bücherschrank, dessen Anschaffung von der Volksbank finanziell unterstützt wird.

Dieses Jahr fällt zum zweiten Mal in über 30 Jahren das Maibaumfest aus. Das Vereinsleben ruht seit über einem Jahr. Ich bin aber überzeugt, dass nach der Pandemie unser Dorfleben wieder aufblüht. Vielleicht werden wir es sogar noch stärker zu schätzen wissen.

Ich wünsche allen einen schönen ersten Mai bzw. einen Mai, der etwas wärmer wird als der April 2021, der zu den zwei kältesten gehört seit 1929!

Es grüßt herzlich,

Burkhard Kallmeyer

PS: Heute beginne ich mit einer Fotoserie mit dem Titel „Kleine Fluchten“. Wenn wir schon nicht in Urlaub fahren können, dann sollten wir uns kleine Auszeiten gönnen. Folge 1: Wanderung durch das Ilsetal verbunden mit Fotos eines Ausflugs dorthin unserer Vereine TTG, MGV und Heimatverein Hönnersum aus dem Jahr 2004.


 Liebe Freunde!

Überall diese Anglizismen: Lockdown, Lockdown-Light, selbst Vogelbeobachtung heißt jetzt Birding und ist damit auf einmal Trend-Hobby. Aber wer selber in Glashaus sitzt und seinen Nachrichtendienst aus Hönnersum „Newsletter“ nennt … Darum ab heute „Der Hönnersumer Landbote“. Auf den Begriff bin ich gekommen durch den Hessischen Landboten, in dem Georg Büchner 1834 die Missstände der damaligen Zeit anprangert. Passt ja irgendwie.

Diese Woche saß ein Hildesheimer vor der Staatskanzlei in Hannover und protestierte mit einem Plakat gegen die seiner Meinung nach zu lasche Pandemie-Bekämpfung der Landesregierung. Souverän wäre es gewesen, wenn Stephan Weil (für die Nichtniedersachsen unter den Leser*innen: Das ist unser Ministerpräsident) vor die Tür getreten wäre und mit dem Mann geredet hätte. Stattdessen verlässt er über den Hintereingang das Haus, um sich die gut 1.000 Meter in den Landtag fahren zu lassen. Auf mein Schreiben an ihn, dass ich Anfang März geschrieben habe, kam übrigens auch nie eine Antwort. Unsere lokalen Politiker, also Bernd Westphal (MdB), Markus Brinkmnn (MdL) und Marcel Litfin (Bürgermeister) stehen hingegen in engem Kontakt mit uns, geben Ratsschläge oder sorgen dafür, dass bei uns vor Ort Impfstoff ankommt. Vielen Dank!

Tja, die liebe Politik. Steht insgesamt im Moment nicht gut da. Über die endlosen Diskussionen nach den richtigen Wegen aus der Pandemie rollt die Corona-Welle hinweg. Irgendeine Hoffnung, dass es nach der Bundestagswahl – mit wem auch immer – besser wird? Dann stehen wahrscheinlich erst mal langwierige Koalitionsverhandlungen bevor und wenn wir Pech haben geht die Politik sechs Monate in den Lockdown! Ein Wahlergebnis voraussagen? Kaum möglich zu diesem Zeitpunkt – außer vielleicht: ohne die Grünen wird keine Koalition möglich sein. Bei denen zischen sie inzwischen warscheinlich zur Feier des Tages schon einen Gurken-Smoothie weg, denn die besten Wahlhelfer auf dem Weg ins Kanzleramt für Robert Habeck oder Annalena Baerbock tragen derzeit ein Parteibuch mit einem C oder genauer: C + S. Ich finde es jedenfalls erschreckend, wie Söder geradezu generalstabsmäßig die CDU zerlegt und wie eine Dampfwalze über einen charakterlich integren Mann wie Armin Laschet hinweg rollt. Assistiert von Mister Modellregion aus dem Saarland und einem gewissen Haseloff, seines Zeichens Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt und CDU-Präsidiumsmitglied, der Vertrauen und Charaktereigenschaft für zweitrangig erklärt und Umfragen über diese Werte stellt. Eine Bankrotterklärung. Aber wie sagte schon Herbert Wehner: "Was brauche ich Feinde, wenn ich Parteifreunde habe!"

Bundesinfektionsgesetz: Sollte eigentlich in einem verkürzten Verfahren schon diese Woche verbschiedet werden. Hätte aber nur geklappt, wenn große Teile der Opposition dem Gesetz zustimmen würden, denn für das verkürzte Verfahren braucht man eine Zweidrittelmehrheit. Die Grünen wären dafür aber FDP, Linke und natürlich die AfD machen aus unterschiedlichen Gründen nicht mit und so bleibt es beim normalen Verfahren, das aufgrund vorgeschriebener Fristen länger bis zur Verabschiedung bracht.  Ich vermute, das Gesetz hätte ohnehin nur eine starke Wirkung entfalten können, wenn man es eingeführt hätte, nachdem es von der Wissenschaft im Februar eingefordert wurde. Aber man hat ja sowieso den Eindruck, dass die Politik erst dann den Vorberechnungen glaubt, wenn sie eingetroffen sind.

Manuela Schwesig aus Meck-Pomm prescht jetzt zusammen mit ihrer Regierung, dem Parlament und der Opposition vor und kombiniert ab Montag Impfen und Tests mit Ausgangs- und verschärften Kontaktbeschränkungen sowie Schulschließungen. Englische Studien haben ergeben, dass dies die wirkungsvollste Maßnahmenkombination ist, um die Zeit bis zur Herdenimmunität zu überbrücken. Kein Wunder, ist ja auch eine taffe Frau, würde jetzt unsere grüne Freundin Marianne V. aus G. sagen.

Mein Parteifreund Karl Lauterbach – neben Angela Merkel einer der wenigen wissenschaftsorientierten Politiker hat übrigens eine weitere wichtige Studie aus Großbritannien der deutschen Öffentlichkeit bekannt gemacht. Demnach sollen Asthmasprays (Budenosid) zu einem großen Teil schwere Infektionsverläufe verhindern, wenn man es spätestens drei Tage nach der Infektion zweimal am Tag anwendet. Fragt bei Bedarf die Hausärztin oder den Hausarzt, ob das sinnvoll ist.

Was sonst noch zu diesem Thema gesagt werden könnte, hat Martin Ganslmeier auf Tagesschau-Online gestern treffend kommentiert. Wer es nachlesen möchte: Unter dem Landboten zu finden.

In Hönnersum wollen wir neben der vorhandenen Bücher-Telefonzelle im Dorfgemeinschaftshaus einen öffentlichen Bücherschrank in der Dorfmitte aufstellen. Ich erwarte in den nächsten Tagen ein Angebot der Hildesheimer Jugendwerkstatt Labora. Die Volksbank hat uns einen Zuschuss zugesagt. Der Spielplatz in der Dorfmitte soll auf Wunsch von Eltern eine Spielkiste für Sandspielzeug erhalten. Der Bauhof füllt übrigens nächste Woche alle Sandkästen in der Gemeinde auf. Unser Ziel für die die nächste Wahlperiode: örtliche Maßnahmen realisieren im Kampf gegen Klimawandel und Artensterben. Gemeinsam für Hönnersum soll die Wählerliste heißen, die für alle Hönnersumerinnen und Hönnersumer offen steht, die sich im September wählen lassen möchten. Nähere Infos erfolgen in Kürze.  Alle Ortsbürgermeister unser Gemeinde (bis auf Borsum) haben sich bereits getroffen, um für ihre jeweiligen Dörfer die Organisation der gemeinsamen Wählerlisten zu regeln. Initiatoren dieser Aktion sind CDU und SPD. Selbstverständlich steht es allen anderen Parteien und Wählergemeinschaften offen, weitere Listen aufzustellen.

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

Euer Burkhard Kallmeyer

PS: Auf WhatsApp schwirren ja mehr oder weniger lustige Videos und Fotos zur Pandemie herum. Hier mein persönlicher Bilderrückblick "... trotz Corona"


Für Sie gelesen:

Notbremse mit voller Kraft ziehen!

TS-Online 16.04.2021 16:30 Uhr

Es ist richtig, dass einige Länder schon jetzt Konsequenzen ziehen und nicht auf die "Bundesnotbremse" warten. Deutschland braucht jetzt entschlossenes Handeln und kein Zögern und Zaudern.

Ein Kommentar von Martin Ganslmeier, ARD-Hauptstadtstudio

Es ist gut, dass endlich der Bundestag über die Corona-Notbremse debattiert hat. Ein offener Austausch im Parlament ist besser als die Kungelrunden hinter verschlossenen Türen zwischen Kanzlerin und Ministerpräsidenten. Und es ist gut, dass künftig bei hohen Inzidenzen bundeseinheitlich gehandelt werden soll.

Dennoch ist es bedrückend, wie lang die Verabschiedung des Gesetzes dauert und wie viel Zeit wir im Kampf gegen die dritte Welle schon verloren haben. Zuletzt gab es täglich mehr als 25.000 Neuinfektionen. Jeden Tag starben zwischen 200 und 300 Bundesbürger, viele von ihnen im besten Alter zwischen 40 und 60 Jahren. Die Hilferufe der Intensivmediziner werden immer verzweifelter. Zurecht hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundestag gemahnt: "Wer sind wir denn, wenn wir diese Notrufe überhören würden?" Und zurecht hat sie entschlossenes Handeln gefordert: Das Virus verzeihe keine Halbherzigkeiten.

Ein Zug, der auf den Abgrund zurast

Deutschlands Kampf gegen die dritte Welle der Pandemie leidet eben nicht unter zu viel "obrigkeitsstaatlichem Denken", wie die AfD kritisiert. Oder unter einer zu großen Einschränkung von Grundrechten, wie die Liberalen bemängeln. Dieser Kampf leidet viel mehr unter Zögern und Zaudern, immer neuen rechtlichen Bedenken und fehlender Entschlusskraft.

Es ist, als rase ein Zug auf den Abgrund zu. Aber statt die Notbremse zu ziehen, streiten sich Lokführer und Passagiere, wie man die Notbremse am besten zieht. Was Deutschland jetzt braucht, sind ähnlich entschlossene Maßnahmen wie beim ersten Lockdown vor einem Jahr.

Jeder Tag zählt

Ist es wirklich zu viel verlangt, dass wir das Land noch einmal für drei oder vier Wochen deutlich herunterfahren, um die verflixte dritte Welle zu brechen? Geschäfte schließen, die Schulen auf Distanzunterricht umstellen und nach 21 Uhr zu Hause bleiben? Warum sollte uns nicht gelingen, was Portugal, Irland und andere Länder geschafft haben?

Deshalb ist es gut und richtig, dass Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern die Notbremse jetzt schon ziehen und nicht abwarten, bis das Bundesgesetz hoffentlich Ende nächster Woche verabschiedet wird. Andere Bundesländer sollten sich anschließen! Jeder Tag zählt.

Wenn wir einmal noch vorübergehende Einschränkungen mit Disziplin ertragen, um die Inzidenzen deutlich zu senken, dann helfen uns bald das wärmere Wetter, die zunehmenden Impfungen und konsequentes Testen.