Unvergessen


Hier beabsichtigen wir in loser Reihenfolge an verstorbene Einwohner/innen unseres Dorfes zu erinnern. Natürlich werden wir keine Vollständigkeit anstreben können. Gerne aber veröffentlichen wir ein Foto und weitere Daten, wenn uns diese von Angehörigen zur Verfügung gestellt werden.


Bernie Deister (30.1.1927 - 2.8.2004)


Lieber Bernie,

 

du bist gestorben, wie du gelebt hast: gradlinig und kompromisslos. Dein Dorf hat dir viel bedeutet und du hast Hönnersum viel gegeben.

 

Mit deiner zupackenden, oft eigenwilligen und kritischen Art hast du viel erreicht.

 

Wenn du etwas durchsetzen wolltest, konntest du zwei Stunden im Vorzimmer sitzen, bis zu zu deinem Gesprächspartner vorgelassen wurdest. Ja, manchmal konntest du unbequem werden, wenn Du von der Richtigkeit deiner Argumente überzeugt warst.

 

Heute stehe ich hier im Kreise vieler Deiner Freunde und Weggenossen. Und alle werden noch lange von Ereignissen und Gesprächen berichten können, die sie mit dir geteilt haben.

 

Deine Hilfsbereitschaft, dein Interesse an deinen Mitmenschen – sie werden uns allen in dankbarer Erinnerung bleiben.

 

Deine Originalität rundete deinen Charakter ab. Bernie, du bist durch keinen zu ersetzen – und das ist das Beste, was man über einen Menschen sagen kann.

 

Ich kenne dich und deine drei Töchter seit über 20 Jahren. Ihnen gilt unser aller Mitgefühl, denn auch als Vater warst du etwas ganz Besonderes.

 

Wir beide sind über die Jahre gute Freunde geworden. Dein Rat - in privater wie in politischer Hinsicht - wird mir fehlen.

 

Auszug aus der Trauerrede von Ortsbürgemeister Burkhard Kallmeyer

 

 


Tobby Kubina (27.3.1946 - 27.4.2017)


Tobby Kubina war lange Jahre Vorsitzender des Heimatvereins und brachte sich zu vielen Themen im Dorf ein. Sein Rat und seine Tatkraft waren hochgeschätzt und viele Feiern, Veranstaltungen und Aktionen waren ohne das Engagment von ihm und seiner Frau Ulrike nicht denkbar.  In Hönnersum erinnern viele Dinge an ihn, die er persönlich geschaffen hat. Dazu gehören die Bronzetafel am Ehrenmal, die Neugestaltung der Bekanntmachungskästen, die Gestaltung des Labyrinths und das Wappen auf dem Gedenkstein am Dorfbrunnen.  Eine bleibende Erinnerung an ihn ist der Dorfbrunnen, den er geplant und in großen Teilen selbst angefertigt hat, denn der Umgang mit Metall war seine große Leidenschaft. Er hinterläßt nicht nur in seiner Familie sondern auch in unserer Dorfgemeinschaft eine große Lücke. Wir werden seiner in Ehren gedenken.

Burkhard Kallmeyer, Ortsbürgermeister

Nicht nur - aber vor allem - der Dorfbrunnen erinnert uns an das Wirken von Tobby Kubina.

Er wurde nach seinen Plänen geschaffen. Die Kupferteile stammen von ihm selbst während Georg Plaschke für die Fliesenarbeiten verantwortlich zeichnete.


Franz Loch (1.2.1933 - 25.5.2018)



Auszug der Trauerrede des Ortsbürgermeisters am 30.5.2018:

     Franz Loch bereicherte wie viele seiner Landsleute aus Schlesien nach dem Krieg unsere Dorfgemeinschaft. Beispielhaft rufe ich hier an seinem Grab Georg Plaschke, Herbert Wünsch aber auch seinen Bruder Josef in Erinnerung.

     Schon früh engagierte sich Franz im Vereinsleben. Sei es nun der Gesangverein, dem seine ganze Liebe galt,

der Tischtennisgemeinschaft oder der Heimatverein, dessen Gründungsmitglied er 1988 war. Viele Jahre hat er bei Pflanzungen und Grünaktionen des Vereins aber oft auch nebenher aktiv mitgemacht. Von seinem Fachwissen profitieren noch heute viele Hönnersumer. Auch gehörte er zur berühmten Rentnerband um Bernie Deister, ohne die unser Mehrzweckgebäude heute nicht stehen würde.

     Mir als Ortsbürgermeister war er mit seinen Anregungen und seiner Tatkraft immer eine große Hilfe und nicht nur ich schätzte seine Offenheit aber vor allem seinen Humor, der mir unvergessen bleibt.

     Das Dorf Hönnersum, das ihm zur Heimat geworden ist, wird ihn nicht vergessen.