Bestialischer Gestank in Hönnersum

Nach einigen kraftraubenden heißen Tagen war es schön, abends und über Nacht mal die Fenster weit zu öffnen und erträgliche Temperaturen hereinzulassen, wenn ... ja, wenn da nicht dieser bestialische Gestank nach Gülle von beiden Richtungen (West + Ost) gewesen wäre. Empfehlungen der LWK besagen, dass das Ausbringen bei sommerlicher Hitze aus verschiedenen Gründen nicht den gewünschten Erfolg bringt, aber es gibt immer Menschen, die wissen es besser.

Das gilt auch für die unglaubliche Verunreinigung der Feldwege und die dort - zweckmäßigerweise über Wochen - gelagerten Düngerhaufen (Gasstation), die Ungeziefer in Massen angezogen haben.

Da ist doch so  ein Wochenende mit 30 Grad ein guter Anlass, seine Mitmenschen daran zu erinnern, wie wichtig  der Bauernstand für die Welternährung ist. Trotzdem finde ich, das entschuldigt wirklich nicht alles ....

. . . schreibt Ursula Kanne am 16.8.22 und dem kann man nur zustimmen!


Guten Morgen,

Ich habe meinen Firmensitz in Hönnersum, Löwenberger Str. 12, am Freitag den 11.08.2022 kam es hier zu folgendem Vorfall: Am Vormittag beklagten sich Mitarbeiter über einen „beissenden Geruch“, welcher sogar zu schmecken sei. Auch ich nahm dieses wahr. Wir schlossen umgehend die Fenster.

Als ich zum Kundentermin fuhr, wurde mir der Geruch/ Geschmack deutlich als ich am Feld Richtung Einum vorbei fuhr und dort ein Landwirt mit einer großen „Spritze“, ich wurde behaupten Pflanzenschutzmittel, aufgetragen hat.

Am Mittag kam es dann zu einer weiteren Geruchsbelästigung, Umgehendes schließen der Fenster brachte in diesem Fall leider nichts mehr. Einem Mitarbeiter wurde so schlecht, dass ich ihn Heim schicken musste und auch mir und den restlichen Mitarbeitern war es nicht möglich weiter zu arbeiten.

Dieses Mal wurde auf den Feldern Richtung Machtsum „Gülle“ oder Ähnliches verteilt. Vllt auch auf den Feldern Richtung Borsum, was ich aber nicht 100% sagen kann.

Wir sind hier alle auf dem Dorf groß geworden und Düngen etc ist nichts Neues für uns. Aber Freitag war es zu viel des Guten.

Ich habe das Wochenende drüber geschlafen und bin dennoch zum Entschluss gekommen, Ihnen dieses mitteilen zu müssen. Was für mich nicht hinzunehmen ist, ist das dadurch mein Arbeitsbetrieb eingestellt werden musste und ich in der Zukunft gewillt bin rechtlich Schritte einzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen,

Dennis Grothof